Ein Haus mit Zukunft

„Wie schön, dass Sie da sind!“ Monika Hoffmann begrüßt uns mit einem Lachen. Das leise Surren ihres Rollstuhls begleitet uns in das großzügige Wohnzimmer ihrer Mansardenwohnung in Gütersloh-Spexard. Monika Hoffmann ist seit vielen Jahren auf Rollstuhl und Pflege angewiesen.

Ein ganzes Stück Selbstständigkeit zurück gewonnen

„In dieser Wohnung habe ich ein ganzes Stück Selbständigkeit zurück gewonnen.“ Seit Januar 2015 wohnt Monika Hoffmann in der barrierefreien Wohnung im neuen Passivhaus-Plus von Joachim und Katja Sunderkötter. Das Erdgeschoss beherbergt die Physiotherapie-Praxis von Katja Sunderkötter. Uns fällt der Computer-Arbeitsplatz auf, an  dem Monika Hoffmann viel Zeit verbringt.

 

Die Sprachsteuerung ihres Computers ermöglicht es, die Technik im Haus zu bedienen. So lässt sich damit zum Beispiel die Haus- und Etagentür öffnen, das Licht ein- und wieder ausschalten und auch die Beschattungsanlage an den Fenstern steuern.

Bedarfsgerechte Wohnung

„Über die Physiotherapie haben die Sunderkötters und ich uns kennengelernt“, erzählt uns Monika Hoffmann. „So ist dann die Idee entstanden, diese Wohnung barrierefrei zu gestalten. Wir haben auch viel darüber gesprochen, was bei der Ausstattung wichtig ist. Und das haben meine Vermieter gut berücksichtigt. Trotzdem habe ich lange überlegt, bis ich mich für den Umzug entschieden habe. In meiner alten Wohnung war es dann aber doch viel zu eng – und hier fühle ich mich jetzt so richtig wohl. Meine Freunde und Familie haben den Umzug für mich durchgeführt, das hat alles super geklappt.“
Hell und freundlich ist es in der Zwei-Zimmer-Wohnung. Die Panoramascheiben vor dem großen Balkon lassen viel Licht und Sonne herein. Das schöne Wetter hebt nicht nur die Laune, es ist auch gut für die Photovoltaikmodule, die am Balkon und auf dem Dach installiert sind.

Nachhaltig und barrierefrei ergänzen sich ideal

Das gesamte Haus und auch die Wohnung von Frau Hoffmann sind unter barrierefreien Aspekten optimal ausgestattet. Die Türen im Haus sind überbreit, der Aufzug im Haus garantiert eine ruhige und ruckelfreie Fahrt in alle Etagen. Das Badezimmer ist mit einem Liftsystem ausgestattet. Bei der Planung des Hauses haben die Sunderkötters aber auch auf die nachhaltige Ausstattung und entsprechende Technik gesetzt.

So gibt es vor dem Haus eine Ladesäule für das E-Mobil der Physiotherapie-Praxis. Der Trockner im Keller wird mit Energie aus der Photovoltaikanlage gespeist, das ganze Haus ist mit LED-Lampen ausgestattet, die Waschmaschine ist an die Warmwasserleitung angeschlossen.
„Mehr geht nach heutigem Standard nicht. Wir wollten wirklich alles umsetzen, was technisch möglich ist“, so die Bauherren. „Dazu braucht man viel persönliches Engagement und vor allem das Interesse an nachhaltiger Energie und deren Entwicklungspotenzial. Ich beschäftige mich seit vielen Jahren damit und freue mich, was ich in diesem Haus alles realisieren konnte. Der Neubau hat uns vor viele Herausforderungen gestellt.“, berichtet Joachim Sunderkötter.

Wie ist die Verbindung zur Volksbank?

Der zukunftsweisende Neubau der Sunderkötters ist eines von zahlreichen Projekten, die mit Unterstützung der Volksbank Bielefeld-Gütersloh finanziert wurden. Wir sind beeindruckt über die Verbindung von nachhaltiger Bauweise und den Möglichkeiten des barrierefreien Wohnens.
Frau Hoffmann freut sich über unseren Besuch „Das ist eine schöne Abwechslung für mich, wissen Sie. Außerdem wünsche ich mir, dass viele Menschen erfahren, wie gut es sich in dieser Wohnung leben lässt und wie gut und hilfreich die Technik und nachhaltige Ausstattung sind. Ich denke, das hier kann die Zukunft für behindertengerechtes Wohnen sein. Ist doch einfach fantastisch, finden Sie nicht?“ Doch, das finden auch wir.