Bilanzpressekonferenz: Volksbank weiter auf Erfolgskurs

2015 mehr Kredite und mehr Mitglieder

Bielefeld/Gütersloh. Mit einem deutlichen Plus im Kredit- und im Außenhandelsgeschäft sowie mit noch mehr Mitgliedern als zuvor hat die Volksbank Bielefeld-Gütersloh das Jahr 2015 erfolgreich abgeschlossen. Vorstandsvorsitzender Thomas Sterthoff sieht den Kurs seines Hauses bestätigt.

„Wir sind die starke Genossenschaftsbank der Region und bestätigen dies mit unseren neuen Geschäfts- und Mitgliederzahlen. Es ist uns gelungen, dass unsere Kunden unsere Strategie honorieren“, betonten Vorstandsvorsitzender Thomas Sterthoff und Vorstand Michael Deitert am Freitag beim Bilanzpressegespräch im Hotel Schlichte Hof in Bielefeld. Die Volksbank Bielefeld-Gütersloh habe sich auch im vergangenen Jahr als verlässlicher Partner des Mittelstands erwiesen, was sich unter anderem im gestärkten Firmenkundenbereich zeigt. Eine erfreuliche Bilanz zog das Institut auch im Bereich der Immobilienfinanzierungen, die im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen sind, sowie mit Blick auf den Fonds „Volksbank Bielefeld-Gütersloh NachhaltigkeitsInvest“. Für seine überdurchschnittliche Wertentwicklung wurde der nachhaltige Mischfonds jetzt ausgezeichnet.

 

Hier das Geschäftsjahr der Volksbank Bielefeld-Gütersloh im Überblick:

 

Bilanzsumme um 5 Prozent über Vorjahresniveau gestiegen
Mit einer Bilanzsumme von 3,67 Milliarden Euro zum 31. Dezember 2015 konnte das geplante Gesamtwachstum übertroffen werden. Das absolute Wachstum betrug 172,6 Millionen Euro. Damit erreichte das Haus einen Anstieg um fast fünf Prozent (Vorjahr: +3 Prozent). Vorstandsvorsitzender Thomas Sterthoff zeigte sich zufrieden: „Wir werden unser Eigenkapital weiter erhöhen und zudem eine angemessene Dividende an unsere Mitglieder ausschütten.“ Der Jahresüberschuss beläuft sich auf Vorjahresniveau.

Kreditgeschäft: Erfreuliche Entwicklung
Im Kreditgeschäft hat die Volksbank Bielefeld-Gütersloh im vergangenen Geschäftsjahr bereichsübergreifend deutlich zugelegt. Allein die Kundenforderungen wuchsen um 200 Millionen Euro auf insgesamt 2,39 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Plus von 9,1 Prozent (2014: +6,5 Prozent). „Der gewerbliche Mittelstand vom Handwerker bis zu weltweit agierenden Firmen und Familienunternehmen ist weiterhin stark und investiert – davon profitiert der Wirtschaftsstandort Bielefeld-Gütersloh. Zugleich freuen wir uns darüber, dass die hohe Kompetenz unserer Kundenbetreuer und unsere Dienstleistungen derart geschätzt werden“, so Thomas Sterthoff weiter.

Der heimischen Wirtschaft und privaten Investoren hat die Bank im abgelaufenen Geschäftsjähr neue Kredite in Höhe von 770,1 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. „Von 2014 auf 2015 haben wir diese Summe somit um ein Fünftel gesteigert“, bilanzierte Sterthoff. „Daran zeigt sich deutlich das sehr investitionsfreudige Klima in unserer Region.“

Um ganze 35,2 Prozent stieg die Zahl der vermittelten Programmkredite (2014: 721 Kredite; 2015: 975). Darüber hinaus wurden 87 Förderanträge zur Existenzgründung vermittelt (+42 Prozent). Bezogen auf das Volumen der Programmkredite stellen das Gewerbe und der private Wohnungsbau weiter die größten Kundengruppen dar, mit jeweils rund 55 beziehungsweise 46 Millionen Euro an Krediten. Die Vermittlung von Programmkrediten an heimische Landwirte hat sich mit 10,4 Millionen Euro mehr als verdoppelt.

Das Baufinanzierungsgeschäft der regionalen Genossenschaftsbank hat sich sehr positiv entwickelt. Die Volksbank Bielefeld-Gütersloh hat eine Kreditsumme von 285,1 Millionen Euro neu bewilligt. Diese entfällt auf Häuslebauer, Investoren- und Kapitalanleger. Die Neuzusagen an die Häuslebauer wurden in 2015 um 27,7 Prozent gesteigert. „Hier spiegelt sich der allgemeine Trend wider“, so Sterthoff. „Viele Menschen nutzen weiterhin die aktuelle Niedrigzinsphase, um sich den Wunsch nach ihrem Eigenheim zu erfüllen.“

 

Kundeneinlagen: Fahren „auf Sicht“ liegt im Trend
Bei den Kundeneinlagen ist die Volksbank Bielefeld-Gütersloh leicht über Vorjahresniveau unterwegs. Mit einer Summe von 2,77 Milliarden Euro verwaltete sie 2015 fast 50 Millionen Euro mehr als 2014 (+1,8 Prozent). Mit Blick auf die einzelnen Sparten zeigt sich auch hier der allgemeine Trend in der Niedrigzinsphase: Während die Termin- und Spareinlagen – darunter zum Beispiel Sparverträge – um 65,6 Millionen (-17 Prozent) beziehungsweise 37,6 Millionen Euro (-7 Prozent) sanken, nahmen die Sichteinlagen – etwa auf Giro- oder Tagesgeldkonten – um 155 Millionen Euro (+8,7%) zu. „Gerade mit Blick auf die Termin- und Spareinlagen hat sich der Trend aus dem vergangenen Jahr noch einmal beschleunigt“, erläuterte Vorstandsvorsitzender Sterthoff. „Die Menschen fahren sprichwörtlich gern auf Sicht. Sie möchten finanziell flexibel bleiben.“

Nichtsdestotrotz ist der Aufbau einer ausgewogenen Vermögensstruktur die Grundlage für jeden, der seine Finanzen erfolgreich vermehren möchte, so Sterthoff: „Hierzu raten wir unseren Kunden im Rahmen unserer ganzheitlichen Betreuungsphilosophie.“ Das schlägt sich auch im guten Wertpapiergeschäft nieder. Die Bestände auf den Anlagekonten der Union-Investment-Gesellschaft, die zur genossenschaftlichen Finanzgruppe gehört, stiegen im abgelaufenen Geschäftsjahr um 11,4 Prozent. Damit konnten die sehr guten Zuwachsraten von 2014 (+10,2 Prozent) noch einmal getoppt werden.

Deutlich wachsende Vermögensverwaltung
Auch die hauseigene Vermögensverwaltung hat sich im vergangenen Jahr gut entwickelt, sagte Sterthoff. Die Zahl der Mandate nahm um mehr als 13 Prozent und das Volumen um mehr als 15 Prozent zu. „Damit konnten wir unsere Marktposition weiter ausbauen“, bilanzierte der Vorstandsvorsitzende. „Trotzdem sehen wir weiteres Potenzial – vor allem am Standort Bielefeld, wo wir mit diesem Angebot erst seit Kurzem am Markt sind.“

Insgesamt wuchs das verwaltete Gesamtvermögen – sprich die Summe aus Kundeneinlagen und Wertpapiergeschäft – um 2,7 Prozent auf 3,63 Milliarden Euro.

Ausgezeichneter „Volksbank Bielefeld-Gütersloh NachhaltigkeitsInvest“
Eine weitere Erfolgsmeldung: Der Fonds „Volksbank Bielefeld-Gütersloh NachhaltigkeitsInvest“ hat seit seiner Auflegung am 01.12.2009 eine Wertentwicklung von 30,1 Prozent zu verzeichnen – allein 2015 legte der Fonds um 8,75 Prozent zu (Stand: 31.12.2015). Damit schnitt der Volksbank Bielefeld-Gütersloh NachhaltigkeitsInvest, der im Jahr 2008 durch die Volksbank initiiert wurde, im vergangenen Jahr besser ab als die Konkurrenz: In einem Ranking Anfang Januar kürte das Fachblatt „Ecoreporter“ den Volksbank Bielefeld-Gütersloh NachhaltigkeitsInvest zum nachhaltigen Mischfonds mit der besten Wertentwicklung in 2015. Das Magazin vergleicht bereits seit 1997 derartige Anlageprodukte. „Seit der Finanzmarktkrise zeigt sich verstärkt ein Trend hin zu Nachhaltigkeit“, so Sterthoff. „Die Anleger wollen solide Renditen erzielen – aber nicht um jeden Preis. Uns freut natürlich, dass wir von Anfang an dabei waren und den Kunden entsprechende Angebote machen können. Und dass sich der Fonds so gut entwickelt ist Bestätigung für unsere Kompetenz im eigenen Hause.“

Geno Immobilien sehr erfolgreich
Bei der Volksbank-Tochter Geno Immobilien GmbH zeigt sich der anhaltende Trend zum Eigenheim. Die Geno konnte im Jahr 2015 die erzielten Verkaufspreise um 22 Prozent auf 47,3 Millionen Euro steigern und hat zusätzlich viele Immobilienprojekte in der Region vorangetrieben – unter anderem am Hollensiek (Bielefeld-Dornberg), Neumarkt und Ostmarkt (Bielefeld Innenstadt), in der Krullsbachaue (Gütersloh-Isselhorst) sowie im Gerkens Hof (Schloß-Holte Stukenbrock).

Gute Geschäfte mit den Verbundpartnern
Erfreulich entwickelt hat sich 2015 auch das Geschäft mit den Verbundpartnern, deren Produkte die Volksbank Bielefeld-Gütersloh im Rahmen einer ganzheitlichen Beratung anbietet. Die Menschen legen offenbar mehr Geld für die eigenen vier Wände zurück. Die Volksbank-Kunden haben im vergangenen Jahr 4.765 Bausparverträge abgeschlossen (+17,8 Prozent). Das Volumen der Bausparsummen wuchs somit um fast ein Viertel auf 192 Millionen Euro.

Leicht stieg die Zahl der bei dem genossenschaftlichen Verbundpartner R+V abgeschlossenen Lebensversicherungen – von 22.481 auf 22.826 (+1,5 Prozent). Der gesamte Rückkaufswert beträgt nun 265,3 Millionen Euro (+3 Prozent). Um ganze 13,5 Prozent legte zudem die Zahl der ebenfalls bei R+V neu abgeschlossenen Sachversicherungen zu (9.576 Stück). Im deutschlandweiten Vergleich nimmt die Volksbank Bielefeld-Gütersloh im Vermittlungsgeschäft somit einen Spitzenplatz unter den Genossenschaftsbanken ein.

 Positive Entwicklung im Auslandsgeschäft
Eine zufriedenstellende Bilanz zog die Volksbank Bielefeld-Gütersloh mit Blick auf das Auslandsgeschäft 2015. „Bei unseren Kunden können wir neben unserer guten Beratung mit unserem eigenen SWIFT-Anschluss überzeugen, indem Zahlungsabwicklungen und Akkreditive noch schneller, direkter und einfacher erfolgen“, sagte Thomas Sterthoff. So konnte die Anzahl der Exportakkreditive um 40 Prozent deutlich gesteigert werden. Auch die Devisengeschäfte haben sich gut entwickelt. Insgesamt konnten 5.807 Devisentransaktionen abgeschlossen werden – 26,5 Prozent mehr als 2014. „Wir haben unser Ziel erreicht, unsere Marktposition weiter auszubauen und unsere Erträge im Auslandsgeschäft deutlich zu steigern“, so Sterthoff weiter.

Zahl der Mitglieder weiter gewachsen
Knapp 166.000 Kunden zählte die Volksbank Bielefeld-Gütersloh zum Stichtag 31. Dezember 2015. 103.490 von ihnen sind gleichzeitig Mitglieder des genossenschaftlichen Instituts (+2,4 Prozent). Die Zahl der Neumitglieder belief sich in 2015 dabei auf 5.363 Menschen. Damit sind gut drei von fünf aller Volksbank-Kunden gleichzeitig Mitglied. Mit dieser Mitgliederquote liegt die Volksbank unter den Genossenschaftsbanken in Rheinland und Westfalen mit an der Spitze.
Diese Zunahme schreibt der Volksbankvorstand auch den Vorteilen einer Mitgliedschaft zu. Über die Goldene VR-BankCard Plus erhalten Mitglieder bei mittlerweile 292 Kooperationspartnern in der Region Rabatte und andere Vergünstigungen, zudem gibt es für sie spezielle Angebote wie den Mobilen Service.

Als regionale Genossenschaftsbank ist der Volksbank das Engagement für die Region sehr wichtig. So kamen 2015 rund 327.280 Euro Spenden sozialen und gemeinnützigen Zwecken zugute. Die Volksbank-Stiftung unterstützte das ehrenamtliche Engagement in der Region zusätzlich mit 55.800 Euro.

Standorte: Optimale Versorgung der Kunden, Wettbewerbsfähigkeit sicherstellen
„Das Bekenntnis zur Region ist klarer Teil unserer Identität als genossenschaftliches Institut“, betonte Vorstand Michael Deitert. „Als solches müssen wir uns aber auch dem digitalen Wandel, einem veränderten Kundenverhalten und neuen Rahmenbedingungen stellen.“ Dazu gehöre etwa die Anpassung der Öffnungszeiten an das Kundenverhalten und die Optimierung des Geschäftsstellennetzes, wie es im letzten Jahr stattgefunden hat. Aktuell umfasst dieses 34 Standorte, 21 Selbstbedienungseinrichtungen sowie die immer stärker genutzten Online-Angebote. „Wir möchten unser Geschäftsstellennetz so aufstellen, dass die jeweiligen Gebiete optimal versorgt sind, wir gleichzeitig aber auch unsere Wettbewerbsfähigkeit sicherstellen“, erklärte Deitert. „Daher sind wir immer auf der Suche nach den richtigen Standorten.“ 2015 hat die Bank in die Standorte in Stukenbrock, Wiedenbrück, Brockhagen, Ummeln, Heepen und Bielefeld-Zentrum investiert.

Größtes Bauprojekt ist die Revitalisierung der Bielefelder Zentrale am Kesselbrink, die im Jahr 2017 fertiggestellt werden soll. Parallel treibt die Volksbank aktiv die Quartiersentwicklung rund um Kesselbrink und Wilhelmstraße voran. Bereits 2015 hat sie dazu auch das Dieterle-Gebäude erworben. Deitert: „Wir wollen den Standort aufwerten und uns aktiv an seiner Entwicklung beteiligen. Die Gegend bietet viele Chancen und großes Potenzial.“

Mitarbeiter: „Eigengewächse“ fördern
Am Ende des Jahres standen 853 (-26) Mitarbeiter in Diensten der Bank, die damit zu einem wichtigen Arbeitgeber in der Region zählt. 73 Beschäftigte waren davon noch in der Ausbildung (Vorjahr: 75). Inzwischen haben 26 von ihnen ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen, zwei davon sogar mit Auszeichnung. Einen bedeutenden Schwerpunkt sieht die Bank in der Weiterbildung aller Beschäftigten. Hier wurden im vergangenen Jahr 651.000 Euro für Seminare und Schulungen investiert. Die Mitarbeiter haben 1.441 interne und externe Seminartage absolviert.

Ausblick: Starke Impulse setzen
Für das Jahr 2016 geht die Volksbank weiter von anhaltenden Niedrigzinsen aus. Vorstandsvorsitzender Thomas Sterthoff blickt trotzdem optimistisch nach vorn: „Das Marktumfeld wird bestimmt nicht einfacher, aber wir sehen uns gut aufgestellt. Wir wollen unsere Themen aktiv angehen und in der Region noch stärkere Impulse setzen.“

 

Bild: Vorstandsvorsitzender Thomas Sterthoff und Vorstand Michael Deitert präsentierten erfolgreiche Zahlen und Themen, auf die die Volksbank Bielefeld-Gütersloh im vergangenen Jahr gebaut hat.