Erster Spatenstich im Baugebiet Krullsbauchaue

Neues Baugebiet in Gütersloh Isselhorst

Gütersloh. „Was einer alleine nicht schafft, dass schaffen viele“. So begrüßte Heike Winter, Geschäftsführerin der Geno Immobilien am Freitag die Gäste zum ersten Spatenstich des Baugebiets Krullsbachaue in Gütersloh-Isselhorst. Mit dem Zitat der Gründerväter des genossenschaftlichen Gedankens, Hermann Schulze-Delitzsch und Friedrich Wilhelm Raiffeisen, bezog sich Winter auf die Zusammenarbeit vieler Beteiligter, die beim Gelingen der Maßnahme an der Krullsbachaue mitgewirkt haben.
Nach den Grußworten gab sie einen Rückblick zur Grundstücksentwicklung und den geplanten Ablauf. So wurden bereits im Jahr 2006 die ersten Gespräche mit den Grundstückseigentümern geführt. Die Westdeutsche Genossenschafts-Zentralbank kaufte drei Jahre später die Grundstücke an. Es folgten Planungen, Anpassungen und Änderungen der Entwürfe. 2012 kaufte schließlich die Geno Immobilien GmbH die Grundstücke und schrieb eine Architekten-Wettbewerb-Mehrfachbeauftragung zur Sicherung der Architekturqualität aus.
Fragt man Winter nach der Besonderheit dieser Wohnbebauung antwortet sie klar: „Natürlich, dass es sich um Isselhorst handelt. Hier verbinden sich der Charme des ländlichen Wohnens mit dem dörflichen Charakter und einer guten Infrastruktur. Neben einer einer funktionierenden Gemeinschaft, gibt es hier auch alle wesentlichen Dinge des täglichen Bedarfs. Die gute Lage zwischen Gütersloh und Bielefeld sorgt dann für den Rest.“
Außergewöhnlich ist der im Bebauungsplanverfahren durchgeführte Architektenwettbewerb-Mehrfachbeauftragung: Ziel war neben einem guten städtebaulichen Konzept auch die Architekturqualität der einzelnen Baumaßnahmen zu sichern. Vier heimische Architekturbüros haben sich daran beteiligt und mit ihren Entwürfen dazu beigetragen, dass verschiedene Haustypologien als Vorgabe im Bebauungsplan verbindlich vorgegeben sind und somit das angestrebte Ziel einer verlässlichen Architekturqualität für alle Bauherren gegeben ist. Die Architekturbüros Herzog-Kordtomeikel, AxelZumbansen, Heye Architekten, Hauer Architekten werden die Realisierung der Baumaßnahmen begleiten.
Die Krullsbachaue ist geprägt durch einen bereits angelegten großzügigen Grünzug mit einem Wasserlauf, einer Spielplatzfläche und einer Fuß- und Radwegeverbindung. Er wird schon jetzt gut angenommen intensiv genutzt.
Der Grünzug übernimmt neben der landschaftsprägenden Aufgabe auch die Funktion des Hochwasserschutzes über Retentionsflächen.
Die Bebauung wird in zwei Bauabschnitten im Abstand von fünf Jahren realisiert:
Der erste Bauabschnitt besteht aus zwei Baufeldern mit einer Fläche von ca. 23.322 m², der zweite Bauabschnitt hat eine Fläche von 10.017 m².
40 % der Baulandfläche werden im Rahmen des Kommunalen Baulandmanagements, KBM, an Familien mit festgelegten Kriterien, wie Haushaltseinkommen, zu einem günstigeren Kaufpreis verkauft. Diese Grundstücke werden nach Abstimmung der Vergabekriterien der Stadt Gütersloh vergeben.
Es war von Beginn an das Ziel der Planung ein breites Angebot für die unterschiedlichen Einkommens- und Altersgruppen zu erhalten:
21 Einfamilienhäuser sind frei stehend. Die Baugrundstücke haben Größen von 415 bis 708 m² - 17 Grundstücke sind bereits fest vergeben bzw. beurkundet. Es gibt weitere 25 Baugrundstücke für drei unterschiedliche Hausgruppen, die schlüsselfertig angeboten werden. Die Grundstücke haben Größen von 258 bis 402 m² und bieten Wohnflächen von 115 bis 155 m². Desweiteren werden zehn Eigentumswohnungen in zwei Häusern mit Wohnflächen von 65 bis 118 m² errichtet. Neun der zehn Einheiten sind bereits fest vergeben.
Der Bereich der alten Hofstelle ist für soziale Wohnformen vorgesehen. Wohnen für ältere Menschen in Form von Wohngruppen, bei der die Bewohner miteinander leben und umfangreich betreut werden können. Im Bereich der alten Scheune sollen weitere Wohnungen für ältere Menschen entstehen, die auch die Angebote der Wohngruppen nutzen können. Im nördlichen Bereich des Hofgrundstücks wird bezahlbarer Wohnraum – öffentlich gefördert - entstehen.
Im zweiten Bauabschnitt sind weitere 21 Baugrundstücke für Einfamilienhäuser geplant, somit stehen insgesamt 72 Baugrundstücke zur Verfügung.
Ab März beginnt dann mit der Umsetzung der ersten Baumaßnahmen ein weiterer Abschnitt, auf den sich Winter ganz besonders freut: „Aus den vielen guten Planungen und Ideen – im Kopf und auf dem Papier - wächst dann mit jedem einzelnen Gebäude ein sichtbares und erlebbares Wohnquartier, das durch das Zusammenspiel von Individualität der einzelnen Bauherrenwünsche, der städtebaulichen Figur und den engen Festsetzungen der Haustypologien zu einem gut funktionierenden und lebendigen Wohnumfeld wird. Erst durch die Baukörper als Rahmen werden die Sichtbeziehungen vom Straßenraum in den Grünzug erlebbar.“
Güterslohs Bürgermeister Henning Schulz, der zuvor den Weg als Stadtbaurat in den Entwicklungsprozess eingestiegen war, sagte beim Spatenstich, dass dieses neue Baugebiet eine eigene Ortsqualität besitze. „Es passt vorbildlich in das Natur- und Landschaftskonzept und ist vorbildlich umgesetzt worden“, so Schulz.
Thomas Sterthoff, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Bielefeld-Gütersloh lobte die Projektentwicklerin Winter für ihre hartnäckige Begleitung: „Sie haben hier eines der attraktivsten Baugebiete in Gütersloh realisiert.“ Sterthoff weiter: „Ich finde es bemerkenswert, dass wir hier den ersten Spaten stechen, und der Spielplatz ist schon fertig. Das habe ich noch nicht erlebt.“
Weitere Informationen zum Baugebiet Krullsbachaue erhalten Sie unter www.geno-24.de

 

Bild oben links: Erster Spatenstich im neuen Baugebiet in Gütersloh-Isselhorst: (v.li.): Heinrich und Jana Krull (Grundstückseigentümer), Bürgermeister Henning Schulz, Roland Lütkemeyer (Grundstückseigentümer), Heike Winter (Geno Immobilien), Thomas Sterthoff (Volksbank Bielefeld-Gütersloh) und Dirk Tischmann (Planungsbüro Tischmann Schrooten).


Bild: Der Lageplan des Baugebietes Krullsbachaue in Isselhorst: Dort entstehen in zwei Bauabschnitten insgesamt 72 Baugrundstücke