Volksbank stellt urbane Wohnideen in Bielefeld aus

Projekte in der Volksbank-Geschäftsstelle, Wilhelmstraße 3, zu besichtigen

Bielefeld. Für die Volksbank Bielefeld-Gütersloh ist die städtebauliche Entwicklung ein wichtiges Thema. Aktuell belegt sie dies mit der Revitalisierung ihrer Zentrale am Kesselbrink und der Aufwertung des Wilhelmstraßenquartiers. Die Architekten Wannenmacher + Möller haben drei Entwürfe, wie bekannte Bielefelder Standorte umgestaltet werden könnten, entwickelt und skizziert. Die Projekte sind nun in der Volksbank-Geschäftsstelle, Wilhelmstraße 3 (alte Stadtbibliothek) im 1. OG während der Öffnungszeiten zu sehen.

Ende der Woche, am 27. November, schließt die 15. Architekturbiennale in Venedig. Die Biennale ist die bedeutendste Architekturausstellung der Welt und wird alle 2 Jahre in der Lagunenstadt ausgetragen. Unter dem Titel "Reporting from the Front" werden seit dem 28. Mai den über 300.000 Besuchern Beiträge von ausgesuchten Architekten aus der ganzen Welt präsentiert, mit dem Ziel, die Mehrdimensionalität der Architektur deutlich zu machen sowie das ihr innewohnende Potential aufzuzeigen, Lösungen für dringliche soziale und gesellschaftliche Probleme liefern zu können. 

Wie schon 2014 wurde auch in diesem Jahr wieder den Bielefelder Architekten Wannenmacher + Möller die Ehre zuteil, an der Biennale teilzunehmen zu dürfen. In der Ausstellung zeigen sie 3 Projekte für Bielefeld, die sich mit dem Thema Wohnen auseinandersetzen. Die deutschen Großstädte leiden seit einigen Jahren unter einer zunehmenden Wohnungsnot. Schon zu Zeiten sinkender Einwohnerzahlen führten eine ungebrochene Landflucht sowie ein struktureller Wandel zu immer mehr Single-Haushalten zu einer unersättlichen Wohnungsnachfrage. Da die Baugenehmigungszahlen für den freien und den sozialen Mietwohnungsbau dramatisch zurückgegangen sind und keine neuen Programme des sozialen Mietwohnungsbaus aufgelegt wurden, haben die Kommunen heute Probleme, insbesondere Haushalte mit geringen Einkommen kostengünstig unterzubringen.

Neben der Bereitstellung von zusätzlichem Wohnraum für unterschiedliche Einkommensgruppen verfolgen die in der Ausstellung gezeigten Projekte der Architekten Wannenmacher + Möller das Ziel, vorhandene städtebauliche und architektonische Missstände zu beseitigen und zur Revitalisierung ihrer Stadtviertel beizutragen. Beim ersten Projekt handelt es sich um einen Bebauungsvorschlag für die im Herzen der Altstadt gelegene Baulücke zwischen Crüwellhaus und Rüter. Nicht allzu weit davon entfernt befindet sich das zweite Projekt: Ein Wohn- und Geschäftshaus auf der unbebauten Fläche vor dem Parkhaus in der Ritterstraße. Neben diesen beiden Beispielen der Nachverdichtung befasst sich das dritte Projekt, die Transformation des Telekom-Hochhauses in ein Wohngebäude,  mit dem Thema Konversion. Dabei wird neben der Bereitstellung von Wohnraum für möglichst viele Menschen auch gleichzeitig auf eine Belebung des angrenzenden Kesselbrink abgezielt.

Ein Wohn- und Geschäftshaus auf der unbebauten Fläche vor dem Parkhaus in der Ritterstraße

Transformation des Telekom-Hochhauses in ein Wohngebäude

Bebauungsvorschlag für die im Herzen der Altstadt gelegene Baulücke zwischen Crüwellhaus und Rüter

Bild: (v.l.) Architekten Hans-Heinrich Möller, Andreas Wannenmacher, Heike Winter (Geschäftsführerin Geno Immobilien) und Architekt Nils Kutzera-Austermann (Wannenmacher und Möller)