Bilanzpressekonferenz: Volksbank zieht positive Bilanz und wächst weiter

Starkes Plus bei Krediten an heimische Wirtschaft

Bielefeld/Gütersloh. Erneut starkes Wachstum bei Baufinanzierungen und Krediten sowie ein deutliches Plus im Wertpapiergeschäft: Die Volksbank Bielefeld-Gütersloh blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2016 zurück. Auch im Segment der Vermögensverwaltungen hat das genossenschaftliche Institut zugelegt. Das Jahr 2016 zeigte aber ebenfalls: Die Niedrigzinsphase ist endgültig bei den Kunden angekommen und schlägt sich entsprechend im Kundenverhalten nieder. Im Firmenkundengeschäft ist die Investitionsbereitschaft ungebrochen. Aus Sicht von Vorstandsvorsitzendem Thomas Sterthoff ist das eine erfreuliche Entwicklung.

„Das starke Plus bei Krediten für Firmenkunden zeigt uns, dass wir ein wichtiger Partner des Mittelstands sind“, erklärten der Vorstandsvorsitzende sowie die beiden Vorstände Michael Deitert und Reinhold Frieling am Freitag beim Bilanzpressegespräch im Brackweder Hof in Bielefeld. Die Volksbank Bielefeld-Gütersloh verzeichnete zudem ein Wachstum von 6,9 Prozent im Wertpapiergeschäft. Gleichzeitig legten weniger Privatkunden ihr Geld in Sicht- und Spareinlagen an – also beispielsweise in den traditionellen Sparbriefen. „Das vergangene Jahr hat deutliche Verschiebungen zwischen den verschiedenen Sparten gezeigt. Immer wieder heißt es, dass die deutschen Bankkunden zu stark an alten und aktuell schlecht verzinsten Spar- und Anlagemodellen festhalten, anstatt ihr Vermögen breiter zu streuen und zumindest einen Teil ihres Geldes in Wertpapiere zu investieren“, so Thomas Sterthoff. „Doch bei unseren Mitgliedern und Kunden hat mittlerweile ein Umdenken eingesetzt.“ Für diese Entwicklung macht er die hohe Beratungsintensität verantwortlich: 2016 führten die Volksbank-Mitarbeiter mehr als 116.000 Beratungsgespräche.

Insgesamt zieht die Volksbank Bielefeld-Gütersloh eine äußerst zufriedenstellende Bilanz. Thomas Sterthoff: „Wir haben unsere Marktposition als führende Genossenschaftsbank in der Region weiter gestärkt. Auch 2016 ist es uns gelungen, die guten Entwicklungen unserer hauseigenen Vermögensverwaltung fortzusetzen und 47 weitere Mandate zu zeichnen.“ Den erfolgreichen Weg will das Haus 2017 durch die Kooperation mit der Volksbank eG mit Sitz in Warendorf fortsetzen. „So können wir Synergien nutzen, effizienter agieren und Strukturen optimieren – mit dem Ziel, unsere regionale Eigenständigkeit zu stärken und das Leistungsangebot für unsere Mitglieder und Kunden auszubauen“, sagte Vorstandsvorsitzender Thomas Sterthoff.

 

Hier das Geschäftsjahr der Volksbank Bielefeld-Gütersloh im Überblick:

  

Bilanzsumme steigt um 6,2 Prozent
Mit einer Bilanzsumme von 3,93 Milliarden Euro zum 31. Dezember 2016 konnte die Volksbank Bielefeld-Gütersloh erneut das Vorjahreswachstum übertreffen. Mit einem Plus von 6,2 Prozent beziehungsweise 229,2 Millionen Euro legte die Summe noch stärker als im ebenfalls sehr guten Jahr 2015 (+5,9 Prozent) zu. Für Vorstandsvorsitzenden Thomas Sterthoff ein Erfolg: „Wir konnten unser Eigenkapital erhöhen und werden das auch weiterhin tun.“ Er kündigte für dieses Jahr eine angemessene Dividende für die Mitglieder der Genossenschaftsbank an. Der Jahresüberschuss beläuft sich auf Vorjahresniveau.

Kreditgeschäft übertrifft Vorjahr

Auch im Kreditgeschäft hat die Volksbank Bielefeld-Gütersloh das bereits gute Vorjahreswachstum noch einmal übertroffen. Die Kundenforderungen erhöhten sich um 238,4 Millionen Euro auf insgesamt 2,66 Milliarden Euro – ein Zuwachs von 9,8 Prozent (2015: +9,1 Prozent). „Mit diesem Ergebnis sind wir stärker gewachsen als der Durchschnitt im Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverband“, so Thomas Sterthoff.

Insgesamt stellte das genossenschaftliche Kreditinstitut im Jahr 2016 seinen Privatkunden sowie der heimischen Wirtschaft und Investoren 858,7 Millionen Euro Kredite zur Verfügung. Besonders die mittelständischen Firmen und das Handwerk stellten demnach eine besonders investitionsfreudige Kundengruppe dar. 528,2 Millionen Euro gewährte die Bank ihren Firmenkunden an eigenen Darlehen (+9,8 Prozent). „Der gewerbliche Mittelstand in unserer Region investiert weiter“, so Thomas Sterthoff. „Das stärkt den Wirtschaftsstandort." Die Volksbank Bielefeld-Gütersloh sieht er dabei als verlässlichen Begleiter der Unternehmen. „Wir punkten mit unseren kurzen und schnellen Entscheidungswegen, von denen Firmen profitieren – gerade wenn es um die Bewilligung von Krediten geht. Unsere Nähe zum Kunden und die Beratungsqualität zahlen sich aus.“

Im Sinne ihrer Kunden schöpfte die Volksbank im Kreditgeschäft zudem eine Reihe an Fördermöglichkeiten aus und vermittelte 2016 insgesamt 136,4 Millionen Euro (+22,4 Prozent) an sogenannten Programmkrediten. Dazu gehören beispielsweise Förderungen der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau). Zu den größten Kundengruppen zählten hier erneut das Gewerbe sowie der Wohnungsbau. Letzterer legte um ein Fünftel auf 54,5 Millionen Euro zu. Das Gewerbe erhielt sogar 74,5 Millionen Euro an Programmkrediten – ein sattes Plus von 34,5 Prozent, das sich damit auf Vorjahresniveau bewegte. Zudem haben die Berater der Volksbank 100 Anträge zur Existenzgründung mit einem Gesamtkreditvolumen von 11,9 Millionen Euro begleitet.

Im Baufinanzierungsgeschäft spiegelte sich 2016 der deutschlandweite Trend wider: Private Hausbauer, Investoren- und Kapitalanleger setzen gleichermaßen auf Immobilien. Insgesamt 324 Millionen Euro hat die Volksbank Bielefeld-Gütersloh im vergangenen Jahr an Immobilienkrediten beziehungsweise als Hypothekendarlehen im Verbund vermittelt (+13,7 Prozent). „In der aktuellen Niedrigzinsphase bleiben Immobilien interessant“, bilanzierte Sterthoff. „Sei es, weil sich Menschen relativ günstig den Traum vom Eigenheim erfüllen wollen, sei es, weil Betongold für Anleger und Investoren derzeit besonders attraktiv ist. Auch die Anlage in Immobilienfonds ist bei unseren Kunden gefragt.“

Kundeneinlagen auf Vorjahresniveau

Der anhaltende Niedrigzins beeinflusst das Kundenverhalten auch in anderen Segmenten. So ist die Volksbank Bielefeld-Gütersloh bei den Kundeneinlagen mit insgesamt 2,80 Milliarden Euro zwar auf Vorjahresniveau unterwegs (+0,9 Prozent), in den verschiedenen Sparten hat es mitunter jedoch deutliche Verschiebungen gegeben. So sank die Summe der Termin- und Spareinlagen um 21,9 Prozent auf 252,3 Millionen Euro beziehungsweise um 4,9 Prozent auf 472,2 Millionen Euro. Besonders stark fiel der Rückgang bei den Wachstumszertifikaten aus (-38,9 Prozent), zu denen auch Sparbriefe zählen. Deren Verzinsung bewegt sich derzeit fast auf Null-Niveau. Stattdessen setzten Kunden in Sachen Geldanlage lieber auf diversifiziertere Produkte, die langfristig höhere Renditen versprechen.

„In unserer ganzheitlichen Betreuungsphilosophie raten wir unseren Kunden zum Aufbau einer ausgewogenen Vermögensstruktur“, betonte Vorstandschef Thomas Sterthoff. „Auch im vergangenen Jahr ist es uns gelungen, unsere Kunden in der anspruchsvollen Beratung im Niedrigzinsumfeld gut und nachhaltig in ihrem Interesse zu begleiten.“ Das zeigt auch das Wachstum im Wertpapiergeschäft (s.u.). Sterthoff: „Die Menschen in der Region parken ihr Geld nicht mehr nur auf dem Sparbuch. Stattdessen wollen sie es arbeiten lassen.“

 

Wertpapiergeschäft & Vermögensverwaltung im Aufwind
Im Jahr 2016 hat die Volksbank Bielefeld-Gütersloh insgesamt 916,2 Millionen Euro für ihre Kunden im Wertpapiergeschäft betreut. Das waren 6,9 Prozent mehr als im Vorjahr. „Dieses starke Wachstum zeigt, dass sich unsere Mitglieder und Kunden generell mehr Gedanken machen, wie sie ihr Geld strukturiert und gewinnbringend anlegen können“, so Thomas Sterthoff. „Zum anderen ist es aber auch auf den Anstieg im Segment der vermögenden Privatkunden zurückzuführen. Hier konnten wir unsere Marktposition vor allem im Raum Bielefeld ausbauen.“

Das veränderte Kundenverhalten zeigt sich unter anderem bei der Nachfrage nach Fondssparplänen. Das Volumen der neuen Sparpläne in 2016 umfasst 9,2 Millionen Euro – ein Wachstum von 151 Prozent. Die Bestände auf den Anlagekonten der Union-Investment-Gesellschaft, die zur genossenschaftlichen Finanzgruppe gehört, stiegen um 10,4 Prozent. Und auch der hauseigene Fonds „Volksbank Bielefeld-Gütersloh NachhaltigkeitsInvest“ ist weiter stark gefragt. Zum Stichtag 31. Dezember vergangenen Jahres hatten die Anleger insgesamt 83,02 Millionen Euro in ihn investiert (+13,7 Mio. Euro). Die Rendite betrug 3,71 Prozent. Der Erfolg solcher Anlageprodukte zeigt aus Sterthoffs Sicht die steigende Nachfrage in nachhaltigen Geldanlagelösungen und die Bedeutung einer ausgewogenen und diversifizierten Vermögensstrukturierung für den Kunden.

Insgesamt wuchs das verwaltete Gesamtvermögen – sprich die Summe aus Kundeneinlagen und Wertpapiergeschäft – um 2,3 Prozent auf 3,71 Milliarden Euro.

Geno Immobilien baut weiter

Die Volksbank-Tochter Geno Immobilien GmbH profitiert vom anhaltenden Trend zum Eigenheim. Die Geno schloss im vergangenen Jahr 322 Verträge ab – 36,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei erzielte sie Verkaufspreise in Höhe von 51,9 Millionen Euro (+9,7 Prozent). Zusätzlich beteiligt sie sich an vielen städtebaulichen Projekten – zum Beispiel am Bielefelder Neumarkt und Ostmarkt oder Gütersloher Kaiserquartier – und treibt in der Region Projekte zur Grundstücksentwicklung – zum Beispiel in Bielefeld-Dornberg (Hollensiek) und Gütersloh-Kattenstroth (Südring) – voran.

Zum Jahresbeginn 2017 verkündeten Volksbank und Geno Immobilien zudem die Gründung einer eigenen Hausverwaltungs-Gesellschaft. Die „Geno Hausverwaltung GmbH“ übernimmt als 100-prozentige Tochter der Genossenschaftsbank den Verwaltungsbestand von rund 800 Wohneinheiten der Gütersloher Hausverwaltung HWV Brigitte Weyershausen. Mit der Gründung der Geno Hausverwaltung GmbH konnte die Volksbank Bielefeld-Gütersloh ihr Dienstleistungsangebot im Immobilien-Spektrum weiter ergänzen.

Gute Geschäfte mit den Verbundpartnern
Das Geschäft mit den Verbundpartnern, deren Produkte die Volksbank Bielefeld-Gütersloh im Rahmen einer ganzheitlichen Beratung anbietet, war 2016 durch ein deutliches Wachstum bei den Lebensversicherungen geprägt. „Vor dem Hintergrund der Garantiezinssenkung zum 1. Januar 2017 haben viele Menschen noch einmal die Chance genutzt, diese Lösung als Baustein zu ihrer Zukunftsvorsorge hinzuzufügen“, führte Thomas Sterthoff aus. „Wir erkennen jedoch auch eine zunehmende Nachfrage und steigenden Bedarf an Altersvorsorge-Beratungen und sind uns dem Auftrag und der Verantwortung bewusst.“ Insgesamt wurden Verträge für 3.306 Lebensversicherungen (+10,9 Prozent) mit einem Gesamtvolumen von 44 Millionen Euro (+31,3 Prozent) unterzeichnet. Der gesamte Rückkaufswert beträgt nun 267 Millionen Euro (+0,6 Prozent) bei einem Gesamtbestand von 23.322 Verträgen (+2,2 Prozent).

Damit unterschied sich dieses Geschäftssegment von dem der Bausparverträge. Die Zahl der vermittelten Verträge sank um 26,9 Prozent auf 3.482. „Auf Grund der Niedrigzinsphase sind auch hier die Renditechancen derzeit nicht mehr so attraktiv. Und die Zinsvorsorge – die das Bausparen ausmacht – ist bei den aktuellen Baufinanzierungskonditionen bei vielen Kunden nicht mehr so präsent“, erklärt Vorstand Michael Deitert den bundesweiten Trend. „Dennoch ist Bausparen dank Prämien, Zulagen und Sicherung eines günstigen Darlehenszinssatzes besonders für junge Menschen immer noch wichtig.“

Sowohl im Versicherungs-, als auch im Bauspargeschäft gehört die Volksbank Bielefeld-Gütersloh zu den vermittlungsstärksten Banken in Deutschland.

 

12 Prozent plus im Auslandsgeschäft
Der Geschäftsbereich Internationales Geschäft ist weiterhin von Wachstum geprägt. 2016 betreuten die Berater im Außenhandel 11.538 Transaktionen (+12,2 Prozent). Die Unternehmen der Region intensivierten dabei vor allem das Exportgeschäft – dementsprechend deutlich fielen die Steigerungen der Export-Akkreditive und Export-Inkassi aus (+17,5 bzw. +39,8 Prozent). „Diese Entwicklung ist umso bemerkenswerter, als dass viele Märkte immer schwieriger werden“, sagte Thomas Sterthoff. „Das spricht für unsere kompetente Beratung.“ Ein entscheidender Vorteil aus seiner Sicht: die Nähe zum Kunden. „Unsere Firmenkundenberater sitzen nicht nur in den Zentralen in Bielefeld und Gütersloh, sondern auch in den Beratungszentren vor Ort. Von dort aus stehen sie in engem Kontakt mit den Kollegen aus dem Internationalen Geschäft. Diese Kombination aus Nähe und Beratungsqualität zahlt sich aus.“

 

Zahl der Mitglieder erneut gewachsen
Knapp 165.500 Kunden zählte die Volksbank Bielefeld-Gütersloh zum Stichtag 31. Dezember 2016. 105.867 von ihnen sind gleichzeitig Mitglied des genossenschaftlichen Instituts (+2,3 Prozent) – bei 5.249 Neueintritten in 2016. Damit sind gut zwei Drittel aller Volksbank-Kunden gleichzeitig Mitglied. Mit dieser Quote liegt die Volksbank unter den Genossenschaftsbanken in Rheinland und Westfalen mit an der Spitze.
Mitglieder profitieren dabei von einer Reihe von Vorteilen. So erhalten sie beispielsweise mit der Goldenen VR-BankCard Plus bei 304 Kooperationspartnern in der Region Rabatte und andere Vergünstigungen. Zudem organisiert die Volksbank eine Reihe von Veranstaltungen für sie – an denen 2016 insgesamt 8.000 Eigentümer teilgenommen haben. Neben den Mitgliederversammlungen mit oft eindrucksvollem Unterhaltungsprogramm zählen auch die Info-Abende der Mitgliederakademie dazu.

Als regionale Genossenschaftsbank ist der Volksbank das Engagement für die Region sehr wichtig. Sie förderte 2016 gemeinnützige Vereine, Institutionen und soziale Projekte mit einer Summe von 489.000 Euro (Spenden 286.000 Euro und Regionales Engagement 203.000 Euro). Die Volksbank-Stiftung wiederum unterstützte das ehrenamtliche Engagement in der Region mit 68.000 Euro. Zudem trug die Genossenschaftsbank auch 2016 wesentlich zur Wertschöpfung in der Region bei: Unter anderem zahlte sie 10,15 Millionen Euro an Steuern.

Stabiles Geschäftsstellennetz – hohe Investitionen – lebendiges Online-Banking
Nachdem 2015 angesichts des veränderten Kundenverhaltens sechs wenig frequentierte Geschäftsstellen geschlossen wurden, war das vergangene Jahr von Stabilität geprägt. Insgesamt betreibt die Volksbank 34 Geschäftsstellen im Einzugsgebiet. Dort sowie an den 20 SB-Standorten unterhält sie insgesamt 242 SB-Automaten. „Wir bekennen uns klar zur Region“, sagte Vorstand Michael Deitert. Das belegen auch die hohen Investitionen, die die Volksbank Bielefeld-Gütersloh 2016 in ihren eigenen Bestand getätigt hat. Mit 8,68 Millionen Euro wurde fast doppelt so viel investiert wie im Vorjahr – vor allem in die neue Zentrale am Kesselbrink und in die Aufwertung des angrenzenden Wilhelmstraßen-Quartiers in Bielefeld.

Das Bankgeschäft ist weiter vom digitalen Wandel geprägt. So lag die Zahl der Besucher, die die Internetseite der Volksbank Bielefeld-Gütersloh aufgerufen haben, mit 2,25 Millionen zwar auf Vorjahresniveau. Doch immer mehr Menschen greifen mobil per Smartphone oder Tablet auf die Online-Angebote zu. 2016 zählte die Bank 854.373 Aufrufe über mobile Endgeräte (+38,4 Prozent). Auch der Anteil der onlinefähigen Konten stieg weiter um 2,75 Punkte auf 63,35 Prozent – vor drei Jahren waren nur etwas mehr als die Hälfte der Konten für die Onlinenutzung freigegeben. Der Anteil der Kunden die das Onlinebanking per Smartphone nutzen ist in den letzten zwei Jahren von 7,3 % auf 16,1 % angestiegen.

Auch mit Blick auf das neue Online-Bezahlverfahren „paydirekt“ hat sich einiges getan. Mittlerweile beteiligen sich deutlich mehr Händler als noch vor einem Jahr. „Ein Hauptargument für die Nutzung von paydirekt ist aber die höhere Sicherheit“, erklärte Michael Deitert. „Kunden können sich über ihre Hausbank bei paydirekt anmelden – das heißt, alle relevanten Informationen verbleiben auch bei ihrer Hausbank. Es werden keine Daten an einen anderen Dienst weitergegeben oder auf Servern im Ausland gespeichert.“

 

Mitarbeiter: 116.000 Beratungsgespräche geführt
Zum Jahresende beschäftigte die Volksbank 805 (-48) Mitarbeiter. 59 Beschäftigte waren davon noch in der Ausbildung. Anfang 2016 haben 29 junge Nachwuchsbanker erfolgreich ihre Abschlussprüfung bestanden. Begonnen hatten sie im Jahr 2013, denn im Rahmen des doppelten Abiturjahrganges 2013 stellte die Volksbank deutlich mehr junge Menschen ein. Im Sommer 2016 starteten 17 junge Auszubildende in die Berufswelt. Grund für den Rückgang der Angestelltenzahl zum 31. Dezember 2016 war zum einen die Reduzierung der Auszubildenden, zum anderen sind weitere Mitarbeiter in den Ruhestand beziehungsweise in die passive Phase der Altersteilzeit eingetreten. Keinen Rückgang gab es unterdessen bei der Anzahl der Kundenbetreuer. „Im Gegenteil“, so Michael Deitert. „Wir sind auf der Suche nach Kundenbetreuern und stellen hier neues Personal ein.“ Die Volksbank-Berater haben ihre Beratungsintensität gesteigert und im vergangenen Jahr mehr als 116.000 Kundengespräche geführt. Die Mitarbeiter des Kunden-Service-Centers nahmen überdies 200.000 Telefonate entgegen – und riefen 120.000 Mal selbst bei Kunden an. 

 

Ausblick: Starke Impulse setzen – verantwortungsvoll wachsen
2017 steht für die Volksbank Bielefeld-Gütersloh unter anderem im Zeichen von zwei Großprojekten: die Erarbeitung und Gestaltung eines neuartigen Konzeptes der Kesselbrink-Zentrale sowie die Intensivierung der Kooperation mit der Volksbank eG mit Sitz in Warendorf. „Zudem gilt es, die Volksbank und ihre Kunden sicher durch das schwierigere Marktumfeld zu steuern, das nicht nur vom anhaltenden Niedrigzins, sondern zunehmend auch von politischen Unsicherheiten geprägt ist“, urteilte Thomas Sterthoff. „Vieles ist unklar – unter anderem, welchen Weg Großbritannien und die USA künftig im globalen Handel einschlagen werden.“ Der Vorstandsvorsitzende ist trotzdem zuversichtlich: „2016 war schon nicht einfach, und trotzdem haben wir diese Herausforderung hervorragend und im Sinne unserer Mitglieder und Kunden gemeistert. 2017 wird das nicht anders sein.“ 

 

 

 

Bild: Die Vorstände Michael Deitert, Thomas Sterthoff (Vorstandsvorsitzender) und Reinhold Frieling präsentierten erfolgreiche Zahlen und Themen, auf die die Volksbank Bielefeld-Gütersloh im vergangenen Jahr gebaut hat.