Haus der Wissenschaft in Bielefeld

olksbank-Tochtergesellschaft Geno Immobilien und Architekt Walter Hauer möchten die ehemalige Stadtbibliothek umbauen

 

Bielefeld. Die alte Stadtbibliothek an der Wilhelmstraße hat über der Haupthalle mit dem großen gläsernen Oval eine einzigartige, offene Atmosphäre. Für Oberbürgermeister Pit Clausen ist das Gebäude ein idealer Ort für ein neues Bielefelder Vorzeigeprojekt: Das Haus der Wissenschaft. In ihm soll im Jahr 2019 mitten in der Stadt Wissenschaft für Bürger im Dialog mit Forschern erlebbar machen.

Partner beim Haus der Wissenschaft ist die Bielefeld Marketing GmbH. Weiter laufen Gespräche mit der Universität und der Fachhochschule. Entstanden ist die Idee bei der Erarbeitung des Strategiekonzepts Wissenschaftsstadt mit den Hochschulen und Vertretern wichtiger Einrichtungen in Bielefeld.

Das Haus der Wissenschaft soll etwa zwei Drittel des Gebäudes mieten. Eigentümer der ehemaligen Stadtbibliothek sind die Volksbank-Tochtergesellschaft Geno Immobilien und der Architekt Walter Hauer. Derzeit nutzen es die Volksbank Bielefeld-Gütersloh und die Bürgerberatung als Interimslösung. Im Sommer 2018 zieht die Volksbank in die für 15,5 Millionen Euro revitalisierte Zentrale am Kesselbrink 1.
Die Eigentümer der ehemaligen Stadtbibliothek wollen den Altbau 2018 für 6,5 bis sieben Millionen Euro umbauen und modernisieren – und dabei den besonderen Charakter erhalten. Eine Idee des Architekten ist es, das Oval mit durchsichtigem Glas zu füllen, „damit man in den Himmel schauen kann“. Die restlichen Flächen wollen die Geno und Architekt Hauer als Büros, die zum Haus der Wissenschaft passen entwickeln. Möglich sei es eventuell auch, Studentenwohnungen aufzustocken.

Das Haus der Wissenschaft soll nach Vorbildern in Metropolen Berlin, Amsterdam und Dublin arbeiten und „wird Bielefeld auf die europäische Landkarte bringen“, ist sich Bielefeld Marketing-Geschäftsführer Martin Knabenreich sicher. Denn bisher fehle die Verankerung von Wissenschaft und Hochschulen in der Stadt. Forschung soll populär und für jeden zugänglich gemacht werden.

Wichtige Impulse erwarten Oberbürgermeister Pit Clausen und Geno-Geschäftsführerin Heike Winter für das gesamte Wilhelmstraßenquartier. Die Volksbank Bielefeld-Gütersloh modernisiert derzeit das benachbarte Dieterle-Gebäude. Außerdem erwarb sie das angrenzende Gebäude der Wilhelmstraße 9. So belebt die Volksbank durch diesen Einsatz das Quartier vom Jahnplatz bis zum Kesselbrink.
2019 könnte das Haus der Wissenschaft in Betrieb gehen – wenn die Politik den Plänen und der Finanzierung zustimmt.

 

 

Bild: Walter Hauer (Architekt), Heike Winter (Geschäftsführerin Geno Immobilien), Martin Knabenreich (Geschäftsführer Bielefeld-Marketing), Oberbürgermeister Pit Clausen und Giovanni Fusarelli und Gesa Fischer (Bielefeld Marketing) in der ehemaligen Stadtbibliothek, die nach allen Beteiligten der ideale Standort für das Haus der Wissenschaft sei.