15.11.2017: Pläne für das Kaiserquartier Gütersloh vorgestellt

"Großprojekt aus einem Guss"

Gütersloh. Mitten in Gütersloh entsteht ab 2018 ein neues Viertel. Es ist eines der größten privaten Bauvorhaben der Stadtgeschichte. Entwickelt wird das Projekt von Geno Immobilien – der Immobilien-Tochter der Volksbank Bielefeld-Gütersloh – und dem Bauträger G eins.

 

Mehr als zehn Jahre wurde über die Zukunft des Areals diskutiert und spekuliert, im Jahr 2018 wird sich endlich etwas tun: In der Gütersloher City entsteht das neue Stadtviertel „Quartier Kaiserstraße“. „Es ist das größte Bauprojekt in Gütersloh und auch das größte in unserer Unternehmensgeschichte“, berichtete Geno-Geschäftsführerin Heike Winter bei der Vorstellung der Pläne Mitte November. Das Tochterunternehmen der Volksbank Bielefeld-Gütersloh realisiert das Projekt zusammen mit G eins – der Bauträgergesellschaft des Gütersloher Architekten Walter Hauer. Zusammen mit dem ebenfalls heimischen Architekten Raimund Heitmann hatte Hauer im Jahr 2014 den städtebaulichen Gestaltungswettbewerb für das Areal gewonnen. Ihren Siegerentwurf wollen sie jetzt fast eins zu eins umsetzen. Volksbank-Vorstandsvorsitzender Thomas Sterthoff ist überzeugt:  „Das Stadtbild wird sich positiv verändern.“

 

Entlang der Friedrich-Ebert-Straße und der Eickhoffstraße entstehen drei Gebäudekomplexe mit bis zu fünf Geschossen – die Blöcke A, E und F. Die etwa 10.000 Quadratmeter Nutzfläche verteilen sich zur Hälfte auf insgesamt 68 Wohnungen sowie auf Büros, Arztpraxen, Bäckereien und Gastronomie. Im Innenhof soll ein öffentlich zugänglicher, begrünter Bereich angelegt werden – der Rosengarten. Die Projektpartner wollen die Bauanträge in Kürze einreichen, mit der Genehmigung rechnen sie in der ersten Hälfte des kommenden Jahres. Bereits ab Anfang 2018 sollen die Flächen vermarktet werden. Der Baubeginn ist für die zweite Jahreshälfte geplant, die Fertigstellung für 2020. „Das ganze Projekt soll in einem einzigen Bauabschnitt und damit aus einem Guss realisiert werden“, sagte Geno-Geschäftsführerin Heike Winter. Im April 2016 hatten die Immobilientochter der Volksbank Bielefeld-Gütersloh und G eins das 6.000 Quadratmeter große Gelände gekauft.

 

Zunächst sollen das Möbelhaus sowie das Gebäude mit dem Nachtclub weichen. Das ehemalige Hotel am Rathaus wird komplett entkernt und Bestandteil des künftigen Blocks F. Hier entstehen 36 Wohnungen zwischen 50 und 128 Quadratmetern sowie Büro-, Praxis-, Gastronomie- und Einzelhandelsflächen. Weitere 27 Wohnungen (57 bis 155 Quadratmeter) sowie Büros und Praxen werden im Block A gebaut, der sich von der Friedrich-Ebert-Straße zum künftigen Rosenplatz erstreckt. In einem weiteren Objekt, dem Block E, sind an der Eickhoffstraße Gastronomieflächen im Erd- und Untergeschoss vorgesehen. Zusätzlich zu den fünf Wohnungen (62 bis 180 Quadratmeter) werden zwei Etagen für ein Boardinghouse eingeplant. Hier sollen 18 Einheiten zwischen 27 und 43 Quadratmetern vermietet werden. Unter allen drei Blocks soll eine gemeinsame Tiefgarage Stellplätze für 140 Fahrzeuge bieten.

 

Bild: (v.l.) Stellten die Pläne in der Volksbank-Zentrale vor: Heike Winter (Geno Immobilien), sowie die Architekten Raimund Heitmann, Walter Hauer, Alexander Quiring (Büro Hauer) und Louis Zwaan (Büro Heitmann).