Volksbank Stiftung spendet 2.700 Euro an Seniorenheim

Urlaub ohne Koffer

Bielefeld. Im Sommer mal eben in den Urlaub fahren – für pflegebedürftige Menschen, die auf den Rollstuhl angewiesen oder dement sind, ist das selten möglich. Um seinen Bewohnern trotzdem eine Auszeit vom Leben im Seniorenheim zu ermöglichen, organisiert das Bielefelder Haus Laurentius bereits seit Jahren den „Urlaub ohne Koffer“. Unterstützt wurde das Projekt 2017 von der Stiftung der Volksbank Bielefeld Gütersloh mit einer Spende über 2.700 Euro. Jetzt wurde der symbolische Scheck an den Förderverein des Hauses überreicht.

 

Der Name des Projekts verrät es eigentlich schon: Der „Urlaub ohne Koffer“ ist wie Ferien woanders – nur eben ohne Hotel. Tagsüber steht ein spannender Ausflug an, abends geht es zurück nach Bielefeld. Drei Tage lang. In diesem Jahr besuchte die Reisegruppe Mitte Mai zunächst die Salzwelten in Bad Sassendorf, am zweiten Tag ging es nach Bad Pyrmont und am dritten zur Landesgartenschau in Bad Lippspringe. Abgerundet wurde der „Urlaub ohne Koffer“ durch ein Grillfest am vierten Tag.

 

Die Aktion hat mittlerweile Tradition. 2017 fand sie zum 14. Mal statt, wie immer unterstützt vom Förderverein Haus Laurentius. Der Gedanke hinter dem Projekt: Einmal im Jahr sollen auch jene Bewohner einmal „rauskommen“, die sonst eher keine Gelegenheit dazu haben – eben weil sie im Rollstuhl sitzen oder dement sind. „Für die Menschen ist das ein absolutes Highlight“, erklärt Fördervereinsvorsitzender Rolf Rixe. Ein Highlight, das aber auch kostet. Für die Ausflüge muss beispielsweise ein Spezialbus gemietet werden, der unter anderem ausreichend Plätze für Rollstuhlfahrer und alle weiteren Mitreisenden bietet – insgesamt sind das bis zu 70 Menschen pro Tag.

 

Die Volksbank Stiftung hat das Projekt in diesem Jahr deswegen mit 2.700 Euro gefördert – die nachträgliche Überreichung des symbolischen Schecks fand jetzt im Haus Laurentius statt. „Ich empfinde eine große Hochachtung vor Ihrer Arbeit“, erklärte Volksbank-Vorstandsmitglied Reinhold Frieling. „Deswegen unterstützen wir Ihr Engagement gerne.“ Ein solcher ehrenamtlicher Einsatz sei heute wichtiger denn je – schließlich werde es immer schwieriger, für solche Projekte ausreichend Gelder zu akquirieren. „Das ist gerade in Zeiten knapper kommunaler Kassen eine herausfordernde Aufgabe.“

Rolf Rixe bedankte sich im Namen seiner ehrenamtlichen Mitstreiter für die Spende: „Das ist die größte Einzelspende seit Bestehen des Fördervereins.“

 

Bild: (v.li.) Reinhold Frieling (Volksbank-Vorstandsmitglied), Rolf Rixe (Fördervereinsvorsitzender), Gerda Siegert (Bewohnerin), Katja Heinemeier (Pflegedienstleitung), Dorothea Lenz (Bewohnerin), Maria Bores (Heimleitung), Sabine Beutling (Hauswirtschaftsleitung), Viktor Rau (Volksbank-Geschäftsstellenleiter) und Hans Joachim Hochgrefe (Bewohner).