Zufriedenstellende Zahlen zum Jahresabschluss 2017

Kreditgeschäft treibt Volksbank-Wachstum an

Bielefeld/Gütersloh. Der erfolgreiche Wachstumskurs der Volksbank Bielefeld-Gütersloh setzt sich fort. Ein deutlicher Zuwachs im Kredit- sowie im Baufinanzierungsgeschäft, ein Anstieg im Segment der Vermögensverwaltungen und nicht zuletzt das überdurchschnittliche Plus im Wertpapiergeschäft haben der Genossenschaftsbank 2017 zufriedenstellende Zahlen beschert. „Unser Geschäftsprinzip hat sich in einem anspruchsvollen Marktumfeld erneut bewährt“, konstatierte Vorstandsvorsitzender Thomas Sterthoff bei der Vorstellung der Bilanzzahlen 2017 am Freitag. „Egal, ob Privatleute oder Unternehmen: Unsere Kunden schätzen unsere ganzheitliche, ortsnahe Beratung, die digitalen Angebote sowie das breite Leistungsspektrum, mit dem wir sämtliche Kundenbedürfnisse bedienen können. Damit haben wir uns erfolgreich als führende Genossenschaftsbank der Region behauptet.“

Der Rückblick auf das Volksbank-Geschäftsjahr 2017 war dieses Mal gleichzeitig ein Ausblick auf das, was 2018 kommen wird: Gemeinsam mit den beiden Vorständen Michael Deitert und Reinhold Frieling präsentierte Vorstandschef Thomas Sterthoff die Zahlen im sechsten Obergeschoss der neuen Zentrale am Bielefelder Kesselbrink, die im Mai offiziell eröffnet wird. Noch wird dort fleißig gearbeitet. „Aber wenn wir das Bauprojekt auf den letzten Metern genauso gut zu Ende bringen wie das abgeschlossene Geschäftsjahr, können wir uns nicht beklagen“, scherzte Sterthoff.

Wie schon in den Vorjahren hatte sich erneut das Kreditgeschäft als Motor in der Geschäftsentwicklung erwiesen. Die Gesamtsumme der Kundenforderungen belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2017 auf 2,85 Milliarden Euro. Das sind 7,2 Prozent mehr als im Vorjahr. „Wenn man einen Blick auf die relative Entwicklung gegenüber 2016 wirft, fällt aber besonders das Wertpapiergeschäft ins Auge“, erläuterte Sterthoff. Das Wachstum in diesem Segment verdoppelte sich von 6,9 auf 14,6 Prozent. „Mit dieser Entwicklung sind wir höchst zufrieden, zumal ihr ein verändertes Anlageverhalten unserer Kunden zugrunde liegt“, so Sterthoff. Auch Menschen mit geringeren Vermögen entdeckten zunehmend das Wertpapiergeschäft für sich – wohingegen Spar- oder Sichteinlagen wie Sparbücher und Tagesgeldkonten aktuell an Bedeutung verlieren. „Der Trend, den wir schon im Vorjahr beobachten konnten, setzt sich also auch 2017 fort: Mittlerweile reagieren sämtliche Kundengruppen auf die anhaltende Niedrigzinsphase und beschäftigen sich ernsthaft mit der Frage, wie sie ihr Geld heute gewinnbringend und zeitgemäß anlegen können.“ Diese erfreuliche Entwicklung sei auch der guten Betreuungsqualität und -intensität zu verdanken: 2017 führten die Volksbank-Mitarbeiter knapp 100.000 Beratungsgespräche.

Insgesamt zieht die Volksbank Bielefeld-Gütersloh für 2017 ein äußerst zufriedenes Fazit – auch abseits der nackten Zahlen. Im Gütersloher Ortsteil Isselhorst eröffnete das genossenschaftliche Kreditinstitut im vergangenen September beispielsweise ein neues Kompetenzzentrum, das persönliche Beratung und digitales Banking unter einem Dach vereint. In Bielefeld-Brackwede folgte wenige Wochen später ein zweites aufgewertetes Kompetenzzentrum. „Damit kommen wir den veränderten Kundenansprüchen nach“, erläuterte Sterthoff. „Kunden wollen heute Geschäftsstellen, die sämtliche Dienstleistungen und Services abdecken. Durch die Aufwertung größerer, zentral gelegener Standorte können wir genau das bieten. Zudem punkten die neu renovierten Kompetenzzentren mit modernster technischer Ausstattung und digitalen Angeboten.“

Hier das Geschäftsjahr der Volksbank Bielefeld-Gütersloh im Überblick:

 

Bilanzsumme steigt um 6,2 Prozent
Mit einer Bilanzsumme von 4,18 Milliarden Euro zum 31. Dezember 2017 konnte die Volksbank Bielefeld-Gütersloh das Vorjahresergebnis übertreffen und überschritt erstmals die Vier-Milliarden-Marke. Das Plus von 6,2 Prozent lag exakt auf dem Niveau von 2016. „Es freut uns, dass wir das gute Ergebnis des Vorjahres verstetigen, in einem hart umkämpften Markt weiter zulegen und zudem unser Eigenkapital erhöhen konnten“, sagte Vorstandsvorsitzender Sterthoff: Den Mitgliedern der Genossenschaftsbank kündigte er eine angemessene Dividende an. Der Jahresüberschuss beläuft sich auf Vorjahresniveau.

 

Kreditgeschäft bleibt ein starker Motor
Als „Treiber des Wachstums“ hat 2017 vor allem das Kreditgeschäft eine wichtige Rolle für die Bank gespielt. Durch das Plus von 7,2 Prozent auf insgesamt 2,85 Milliarden Euro an Kundenforderungen sei seit der Fusion im Jahr 2014 das vierte Mal in Folge ein Rekordergebnis erreicht worden, so Sterthoff. Insgesamt stellte das genossenschaftliche Kreditinstitut im vergangenen Jahr 795,5 Millionen Euro an Neukrediten zur Verfügung – für Privatkunden ebenso wie für Investoren und die heimische Wirtschaft. Auf Letztere entfiel mit 529,0 Millionen Euro der Löwenanteil. „Unsere Firmenkunden investieren weiter und nehmen uns als starken Finanzpartner wahr, der kurze Wege und schnelle Entscheidungen garantiert“, ist Sterthoff überzeugt. Zudem schätzt der Mittelstand die sogenannte Tandem-Betreuung der Volksbank, bei der jedem Unternehmer sowohl ein Firmenkunden- als auch ein Private-Banking-Berater für Vermögensfragen an die Seite gestellt wird. „Dieser ganzheitliche Ansatz wird immer stärker nachgefragt“, so Sterthoff. In 2017 akquirierte die Volksbank Bielefeld-Gütersloh 388 neue Firmenkunden-Engagements.

Im Privatkundenbereich legte vor allem der Ratenkredit EasyCredit zu. Insgesamt wurde hier ein Neuvolumen von 21,7 Millionen Euro abgeschlossen (+8,5 Prozent). Das über den Partner der genossenschaftlichen Finanzgruppe, Teambank, vertriebene Kreditangebot gilt dabei als besonders vertrauenswürdig: Ende 2017 erhielt EasyCredit das „Fairness-Zertifikat“ des Instituts für Finanzdienstleistungen e.V..

Eine große Rolle spielten zudem die sogenannten Programmkredite. Dazu zählen unter anderem die besonders günstig verzinsten Förderungen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), beispielsweise für energetische Sanierungen des Eigenheims. Im Sinne ihrer Kunden vermittelte die Volksbank im vergangenen Jahr Programmkredite mit einem Volumen von 97,6 Millionen Euro. Besonders bei den landwirtschaftlichen Betrieben stieg 2017 die Nachfrage nach den zinsgünstigen Darlehen: um 8,1 Prozent auf acht Millionen Euro. Zudem haben die Berater der Volksbank 82 Anträge zur Gründung von Unternehmen und Start-Ups mit einem Gesamtkreditvolumen von 7,8 Millionen Euro begleitet.

Im Baufinanzierungsgeschäft setzte sich der bundesweite Trend fort. 2017 vermittelte die Volksbank Bielefeld-Gütersloh 332,1 Millionen Euro an Immobilienkrediten beziehungsweise als Hypothekendarlehen im Verbund (+2,5 Prozent). Insbesondere die neu abgeschlossenen Immobiliendarlehen legten um 12,1 Prozent auf 291 Millionen Euro zu. „Angesichts der weiterhin extrem günstigen Zinsen überrascht diese Entwicklung nicht“, bilanzierte Sterthoff. „Egal, ob privater Hausbauer oder Investoren- und Kapitalanleger auf der Suche nach attraktiver Rendite: Immobilien bleiben gefragt.“

Wertpapiergeschäft und Vermögensverwaltung wachsen auf neuen Höchststand
Während die Volksbank Bielefeld-Gütersloh bei den Kundeneinlagen aufgrund des Niedrigzinsumfelds auf Vorjahresniveau unterwegs ist (s. unten), konnte sie im Wertpapiergeschäft teils überdurchschnittliche Zuwächse verzeichnen. Insgesamt betreute sie für ihre Kunden im vergangenen Jahr 1,05 Milliarden Euro. Damit legte sie in diesem Segment nicht nur um 14,6 Prozent zu – sondern durchbrach erstmals auch die Marke von einer Milliarde Euro. Betrachtet man die gesamten Wertpapierumsätze – also die getätigten An- und Verkäufe – in Höhe von 649,1 Millionen Euro, kletterten diese sogar um 42,2 Prozent.

Diese Entwicklung macht Vorstandschef Sterthoff zum einem an dem veränderten Anlageverhalten der Kunden fest. „Die meisten schauen mittlerweile sehr genau, wie sie ihr Geld zwar sicher und strukturiert anlegen, trotzdem aber auch Gewinn erwirtschaften können“, erklärte er. Beispiel Fondssparpläne: Nach einem überproportionalen Ausreißer in 2016 (+151 Prozent) sei zwar das Volumen der neu abgeschlossenen Sparpläne um fast 50 Prozent auf 4,7 Millionen Euro und somit auf ein „normaleres Maß“ gesunken, so Sterthoff. Gleichwohl sei ihre Stückzahl um 13,4 Prozent auf 4.412 gestiegen. „Das zeigt, dass auch Kunden ohne große Vermögen das Wertpapiergeschäft zunehmend für sich entdecken, kleine Summen investieren und somit auf eine sinnvolle Diversifizierung der finanziellen Mittel setzen.“ So lassen sich beispielsweise Fondssparpläne mit Raten von nur 25 Euro im Monat abschließen. „Auch mit einer kleinen Sparrate kann über die Jahre eine beträchtliche Summe zusammenkommen.“ Dass sich im Fondsgeschäft attraktive Renditen erwirtschaften lassen, zeige etwa der Volksbank Bielefeld-Gütersloh NachhaltigkeitsInvest. Der nachhaltige Mischfonds legte 2017 eine Wertentwicklung von 5,9 Prozent hin (2016: +3,71 Prozent). Zum Stichtag 31. Dezember hatten die Anleger 90,9 Millionen Euro in ihn investiert (+9,5 Prozent). Für seine Performance in den vergangenen drei Jahren wurde er 2017 zudem ausgezeichnet: Die Rating Agentur Morningstar bewertete ihn mit hervorragenden fünf von fünf Sternen. Nur zehn Prozent aller von Morningstar untersuchten Fonds landen in dieser Kategorie.

Das starke Wachstum im Wertpapiergeschäft sei aber auch dem kontinuierlichem Ausbau der Vermögensverwaltung zu verdanken, die in den vergangenen Jahren konstant zugelegt hatte. Allein 2017 betreuten die Volksbank-Mitarbeiter in diesem Segment 343 vermögende Kunden – zwölf Prozent mehr als im Vorjahr. Das verwaltete Volumen wuchs um 23,7 Prozent auf 262,9 Millionen Euro. „Gerade im Vergleich zu Privat- und Großbanken konnten wir unsere Position stärken und sind vor allem im Raum Bielefeld ein wichtiger Finanzpartner am Markt“, so Sterthoff. „Hier zeigt sich, dass vermögende Kunden, die beruflich oder familiär stark belastet sind, und denen oft der nötige Freiraum fehlt, um sich ausreichend mit ihren Vermögenswerten zu beschäftigen, unseren ganzheitlichen Ansatz schätzen. In uns finden sie nicht nur einen kompetenten Ansprechpartner in Sachen Vermögensverwaltung, sondern auch für alle anderen Anliegen rund ums Bankgeschäft.“

Insgesamt wuchs das verwaltete Gesamtvermögen – also die Summe aus Kundeneinlagen und Wertpapiergeschäft – um 3,5 Prozent auf 3,84 Milliarden Euro (2016: +2,3 Prozent).

 

Kundeneinlagen wie geplant auf Vorjahresniveau
Vor dem Hintergrund der anhaltenden Niedrigzinsphase haben sich die Kundeneinlagen auf Vorjahresniveau (-0,2 Prozent) bei 2,80 Milliarden Euro eingependelt. Bei Spareinlagen wie dem klassischen Sparbuch verzeichnete die Volksbank Bielefeld-Gütersloh einen Rückgang um 2,5 Prozent auf 460,2 Millionen Euro, die sogenannten Sichteinlagen (z.B. Tagesgeldkonten) sanken um 1,2 Prozent auf 2,04 Milliarden Euro. Von dieser Entwicklung profitierten Produkte mit höheren Renditen, etwa im Wertpapiergeschäft (s.o.). Sterthoff: „Das ist ganz im Sinne einer ausgewogenen Vermögensstruktur, die wir unseren Kunden sehr ans Herz legen. Wer sein Geld arbeiten lassen will, muss auf zeitgemäße Alternativen zum Sparbuch setzen. Insofern ist es uns erfolgreich gelungen, unsere Kunden in ihrem Interesse zu beraten und zu begleiten.“

 

Geno Immobilien entwickelt, baut, kauft und verkauft
Vom anhaltenden Immobilienboom profitierte 2017 auch die Volksbank-Tochter Geno Immobilien GmbH. Die Geno schloss im vergangenen Jahr 362 Verträge ab – 12,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Für die Privat- und Gewerbeimmobilien erzielte sie Verkaufspreise in Höhe von 72,8 Millionen Euro – ein deutliches Plus von 40,3 Prozent (2016: +9,7 Prozent). Zusätzlich beteiligt sie sich an vielen städtebaulichen Projekten. In Gütersloh treibt sie etwa die Umgestaltung des Kaiserquartiers in der Innenstadt voran. Bis 2020 soll hier auf 10.000 Quadratmetern ein modernes Wohn- und Geschäftsquartier entstehen. In Bielefeld ist die Geno maßgeblich an der Entwicklung und Belebung des Wilhelmstraßen-Quartiers beteiligt.

Zudem blickt die Volksbank auf das erste Geschäftsjahr der „Geno Hausverwaltung GmbH“ zurück. Die Hausverwaltungsgesellschaft hatte zum Jahresbeginn 2017 als 100-prozentige Tochter der Genossenschaftsbank ihre Arbeit aufgenommen, um das Dienstleistungsangebot im Immobilien-Spektrum zu ergänzen. Aktuell verwaltet sie 759 Wohneinheiten im Geschäftsgebiet, 46 davon kamen 2017 als Neugeschäft hinzu. Aus Sicht der Volksbank Bielefeld-Gütersloh ein erfolgreiches erstes Jahr.

 

Starke Verbundpartner
Im Geschäft mit den Verbundpartnern setzt sich der Trend zu diversifizierten Anlageprodukten fort. So sind zwar sowohl die Zahl als auch das Volumen der 2017 neu abgeschlossenen Lebensversicherungen um 216 Stück (auf 3.090) beziehungsweise um 3,2 Millionen Euro (auf 40,8 Millionen Euro) gesunken – angesichts des gesunkenen Garantiezinses kein überraschendes Ergebnis. Anders sieht es jedoch aus, wenn man gezielt einen Blick auf die fondsgebundenen Lebensversicherungen des Verbundpartners R+V Versicherung wirft. Die Zahl der abgeschlossenen Verträge stieg fast um das Zweieinhalbfache auf 335, die Bewertungssumme wuchs analog um ganze 127 Prozent auf 9,53 Millionen Euro. „Neben den höheren Renditeerwartungen spricht für diese Vorsorgelösungen zudem, dass nur die Hälfte der Erträge kapitalsteuerpflichtig ist“, erläuterte Vorstandsmitglied Reinhold Frieling.

Die Bausparkasse Schwäbisch Hall hat bei den Bausparverträgen einen Rückgang zu verzeichnen. Nach einem Minus von 26,9 Prozent in 2016 flachte der Rückgang in 2017 jedoch ab, auf 5,1 Prozent. Somit wurden im vergangenen Jahr 3.306 neue Verträge abgeschlossen, nach 3.482 im Vorjahr.

Stattdessen machen andere Vorsorgeprodukte das Rennen. „Vor allem staatlich geförderte Lösungen wie die Riester-Rente oder die betriebliche Altersvorsorge sind stark gefragt, ebenso die entsprechende Beratung“, berichtete Frieling. Insgesamt seien 1.255 Riester-Verträge abgeschlossen worden (+3,8 Prozent), rund ein Drittel davon durch Kunden unter 25 Jahren. „Das zeigt, dass das Thema Altersvorsorge auch bei den Jüngeren angekommen ist. Es ist allgemeiner Konsens, dass gerade diese Generation im Alter kaum von der gesetzlichen Rente wird leben können. Wir sind uns dem Auftrag und der Verantwortung, junge Menschen für das Thema Zukunftsvorsorge zu sensibilisieren, bewusst. Insofern ist diese Entwicklung äußerst wichtig und erfreulich.“

 

Über 10 Prozent plus im Auslandsgeschäft
Der Geschäftsbereich Internationales Geschäft ist weiterhin von Wachstum geprägt. 2017 betreuten die Berater im Außenhandel 12.140 Transaktionen (+5,2 Prozent). „Ein Plus von 10,5 Prozent im Devisenhandel beweist, dass unsere Beratung und Expertise in diesem Segment gefragt sind“, sagte Frieling. Insgesamt seien im vergangenen Jahr 6.084 Devisengeschäfte zur Kurssicherung abgeschlossen worden. „Hier profitieren unsere Kunden und letztlich wir selbst durch unsere Dezentralität. Unsere Firmenkundenberater arbeiten nicht nur in den Zentralen in Bielefeld und Gütersloh, sondern auch in den Kompetenzzentren vor Ort. Gleichzeitig stehen sie auch von dort aus in engem Kontakt mit den Kollegen aus dem Internationalen Geschäft. Diese Kombination aus Nähe und Beratungsqualität zahlt sich aus.“

 

Zahl der Mitglieder erneut gewachsen
Exakt 165.508 Kunden zählte die Volksbank Bielefeld-Gütersloh zum Stichtag 31. Dezember 2017. 108.107 von ihnen sind gleichzeitig Mitglied des genossenschaftlichen Instituts. Das sind 2,1 Prozent mehr als im Vorjahr, bei 4.996 Neueintritten in 2017. Damit sind weiterhin gut zwei Drittel aller Volksbank-Kunden gleichzeitig Mitglied – eine Top-Quote unter den Genossenschaftsbanken in Rheinland und Westfalen.

Im Sinne ihres genossenschaftlichen Auftrags legt die Volksbank Bielefeld-Gütersloh Wert auf ein umfassendes Engagement für die Region. So spendete sie 2017 424.000 Euro an gemeinnützige Vereine, Institutionen und soziale Projekte. Hinzu kam ein regionales Engagement in Höhe von 196.400 Euro, beispielsweise im Rahmen von Sponsoring-Vereinbarungen. Die Volksbank-Stiftung unterstützte das ehrenamtliche Engagement in der Region mit 89.000 Euro (+30,9 Prozent). Zudem trug die Genossenschaftsbank auch 2017 wesentlich zur Wertschöpfung in der Region bei: Unter anderem zahlte sie 10,6 Millionen Euro an Steuern.

Investitionen gegenüber 2017 deutlich gestiegen
Kesselbrink-Projekt steht vor dem Abschluss

Zum Stichtag 31. Dezember 2017 unterhielt die Volksbank Bielefeld-Gütersloh 33 Geschäftsstellen (2016: 34). Im Zuge der Optimierung des Filialnetzes wurden zum Jahresbeginn 2018 fünf wenig frequentierte Geschäftsstellen in SB-Standorte umgewandelt. Die Zahl der SB-Standorte erhöhte sich dadurch von 22 auf 27. „Wir bekennen uns klar zur Region“, sagte Vorstand Michael Deitert, „gleichwohl reagieren wir natürlich auf das veränderte Nutzungsverhalten unserer Kunden, um uns erfolgreich für die Zukunft aufzustellen.“ Das „Bekenntnis zur Region“ zeige sich auch an den Investitionen in den eigenen Bestand: 2017 investierte die Volksbank Bielefeld-Gütersloh 13,6 Millionen Euro, 56,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Ein Großteil floss in die Revitalisierung der Kesselbrink-Zentrale. Aber auch die Renovierung des Firmenkundenbereichs im Kompetenzzentrum Rheda sowie die Umbauten der Standorte Isselhorst und Brackwede zu modernen Kompetenzzentren wurden finanziert. Die entsprechenden Aufträge wurden überwiegend an Handwerksbetriebe in der Region vergeben. „Als Regionalbank ist das für uns eine Selbstverständlichkeit und entspricht unserem genossenschaftlichen Auftrag“, so Deitert.

Im Jahr 2018 geht es mit der Aufwertung der Kompetenzzentren weiter: Im Bielefelder Ortsteil Schildesche soll in der zweiten Jahreshälfte das Kompetenzzentrum nach Brackweder Vorbild renoviert und aufgewertet werden. Dazu wird die jetzige Geschäftsstelle an der Westerfeldstraße entsprechend umgebaut. Alle Kompetenzzentren der Genossenschaftsbank sollen zudem sukzessive um digitale „Test-Stände“ ergänzt werden. Kunden werden hier die Möglichkeit haben, die digitalen Anwendungen und Services der Bank vor Ort per Smartphone und Tablet zu testen und sich ihre Funktionsweise bei Bedarf von Mitarbeitern erklären zu lassen. Auch das Gütersloher „Bankery“, eine Mischung aus Restaurant und Geschäftsstelle, soll um einen solchen Test-Stand aufgerüstet werden.

In 2018 finalisiert die Volksbank Bielefeld-Gütersloh eines ihrer größten Projekte überhaupt: die Revitalisierung der Zentrale am Kesselbrink. Mitte Mai soll der Kundenbetrieb starten, für Juni ist die große feierliche Eröffnung geplant. Weitere Investitionen fließen zudem in die Quartiersentwicklung Wilhelmstraße. Die Volksbank will diesen Bereich rund um das Dieterle-Gebäude und der ehemaligen Stadtbibliothek städtebaulich aufwerten und unter anderem Wohnraum sowie neue Dienstleistungs- und Gewerbeflächen schaffen.

 

Online-Banking immer gefragter
Was das veränderte Nutzungsverhalten der Kunden angeht, so wird dieses weiter durch den digitalen Wandel geprägt. So sind mittlerweile 65,54 Prozent der Girokonten onlinefähig – 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr. 9.371 Menschen erledigen ihre Bankgeschäfte dabei über die VR-Banking-App per Smartphone oder Tablet – ein enormes Plus von 41,8 Prozent.

Exemplarisch zeigt sich diese Entwicklung bei den Überweisungen: Gut 3,5 Millionen (78,5 Prozent) der insgesamt 4,5 Millionen Überweisungen aller Kunden in 2017 wurden online getätigt. Dem gegenüber standen 615.000 Überweisungen an SB-Terminals (13,5 Prozent) sowie 364.000 Überweisungen am Bankschalter (8 Prozent).

Auch abseits ihres Kerngeschäfts hat die Volksbank Bielefeld-Gütersloh ihre digitalen Services ausgebaut – etwa mit der Praxis- und Unternehmensbörse. Sie soll den Generationswechsel in Firmen, Betrieben und Praxen erleichtern, indem sie Unternehmen einerseits und interessierte Nachfolgekandidaten andererseits zusammenbringt. 2017 kam die Börse auf zehn Angebote und elf Gesuche (2016: sechs bzw. vier). „Die absolute Zahl ist noch gering, aber das Angebot wird angenommen und entwickelt sich gut“, so Deitert.

 

Mitarbeiter: 100.000 Beratungsgespräche geführt
Zum Jahresende beschäftigte die Volksbank 774 (-31) Mitarbeiter. 56 Beschäftigte waren davon noch in der Ausbildung. Grund für den Rückgang der Angestelltenzahl zum 31. Dezember 2017 war der anhaltende Generationswechsel in der Mitarbeiterschaft. So traten 2017 weitere Mitarbeiter in den Ruhestand beziehungsweise in die passive Phase der Altersteilzeit ein. Gleichzeitig wurden aber auch Kundenberater und Spezialisten neu eingestellt, um sowohl die Beratungsqualität als auch die Kompetenzen weiter zu stärken. „Eine qualifizierte und kompetente Beratung aller Kundengruppen zeichnet uns aus, und darauf legen wir großen Wert“, erklärte Michael Deitert.
Gleiches gilt für die Beratungsintensität: Im vergangenen Jahr führten die Mitarbeiter knapp 100.000 Kundengespräche. Die 21 Mitarbeiter des Kunden-Service-Centers nahmen überdies 260.000 Telefonate entgegen – und riefen 94.000 Mal selbst bei Kunden an.

Zudem wurde über alle Beschäftigungsgruppen hinweg mehr fortgebildet: Insgesamt nahmen die Mitarbeiter an 1.646 Tagen an Personalentwicklungsmaßnahmen teil (+32,7 Prozent). „Die Volksbank Bielefeld-Gütersloh hat eine Unternehmensgröße, in der wir viele unterschiedliche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten bieten können“, zeigte sich Michael Deitert stolz. „Professionell, individuell und zukunftsorientiert – und von der Entwicklung unserer Mitarbeiter profitieren letztlich unsere Mitglieder und Kunden.“

 

Ausblick: Synergien nutzen, Kräfte bündeln und erfolgreichen Kurs fortsetzen

Im vergangenen Jahr hat die Volksbank Bielefeld-Gütersloh eine Kooperation mit neun befreundeten Volksbanken aus Ostwestfalen-Lippe begonnen. Ziel sei es, mit gemeinschaftlichen Maßnahmen das genossenschaftliche Profil zu schärfen und beispielsweise passende Angebote für Mitglieder und Kunden zu entwickeln. So können alle Banken Synergien nutzen und Kräfte bündeln, ohne ihre Eigenständigkeit zu verlieren.

„Ansonsten gilt es, unseren erfolgreichen Kurs weiter fortzusetzen und auch 2018 im Sinne unserer Mitglieder und Kunden zu wirtschaften und an der Zukunftsfähigkeit unserer Bank zu arbeiten“, so Sterthoff. Das Marktumfeld sei durchaus spannend und herausfordernd. Die Zeichen für eine Fortsetzung des wirtschaftlichen Aufschwungs stehen jedoch weiter gut. Der Vorstandsvorsitzende ist zuversichtlich: „Als regionale Genossenschaftsbank behaupten wir uns hervorragend in einem anspruchsvollen Umfeld. Das wird sich 2018 nicht ändern.“

 

Info:

Volksbank Bielefeld-Gütersloh – die starke Mitgliederbank der Region

  • 4,18 Milliarden Euro Bilanzsumme
  • 3,84 Milliarden Euro verwaltetes Gesamtvermögen
  • 2,80 Milliarden Euro Kundeneinlagen
  • 1,05 Milliarden Euro Wertpapiervermögen
  • 3.306 neue Bausparverträge mit 151,4 Millionen Euro Bausparsumme
  • 3.090 neue Lebensversicherungsverträge (23.790 insgesamt)
  • 9.447 neue Sachversicherungsverträge
  • 2,85 Milliarden Euro Kundenforderungen
  • 41,1 Millionen Euro neue Hypothekenvermittlungen
  • 291 Millionen Euro an neu vermittelten Immobilienkrediten
  • 165.508 Kunden
  • 108.107 Mitglieder
  • 774 Mitarbeiter
  • inkl. 56 Auszubildende