GrünEnergie eG mit zufriedenstellendem Ergebnis

Interesse an grüner Energie ungebrochen groß

Gütersloh. Während die Sonne vom Himmel lachte, wehte ein seichter Wind durch die Baumkronen der Stadt – kurzum: Es war ein perfekter Abend für die siebte Generalversammlung der GrünEnergie eG, die am 28. Juni in der Gütersloher Volksbank-Zentrale stattfand. Mit Beteiligungen an drei Projekten aus den Bereichen der Wind- und Sonnenenergie dürfte den 36 anwesenden stimmberechtigten Mitgliedern der Energiegenossenschaft der bisherige Verlauf des Wetterjahres 2018 gefallen. Den Fokus legten sie aber gemeinsam mit den Mitgliedern aus Aufsichtsrat und Vorstand auf das abgeschlossene Geschäftsjahr 2017, in dem insgesamt ein Ergebnis auf zufriedenstellendem Niveau erwirtschaftet wurde.
Wie wetterabhängig und ebenso standortbestimmt die Erzeugung der erneuerbaren Energien ist, zeigte sich beim Blick auf die Einzelleistungen der betriebenen Anlagen. So wich der Ertrag des Windparks Harsewinkel, an dem die GrünEnergie eG zu 33 Prozent beteiligt ist, in nahezu jedem Monat sehr deutlich nach oben wie nach unten von den Prognosen ab. Der Gesamtertrag im Kalenderjahr hingegen war mit 98 Prozent höher als im vorausgegangenen Jahr 2016 (96 Prozent) und somit insgesamt zufriedenstellend.
Nahezu den Erwartungen entsprechend zeigte sich der Ertrag im Solarpark Halle Trotha, wenngleich sich mit der Leistung von 96 Prozent eine leichte Abwärtskurve fortsetzt. Dies sei, wie Vorstand Uwe Pöppelmann von den Stadtwerken Gütersloh unterstrich, letztlich aber auch der Solartechnik geschuldet und im vom Hersteller prognostizierten Maße.
Für einen insgesamt positiven Jahresabschluss sorgte schließlich die jüngste Beteiligung der GrünEnergie eG: Die Windkraftanlage in Delbrück-Westenholz konnte die Prognosen in nahezu allen Monaten erfüllen oder übersteigen, sodass hier ein Gesamtertrag von 110 Prozent verbucht werden konnte. Mit diesem Schwung im Rücken konnten im aktuellen Geschäftsjahr bereits 40 neue Mitglieder gewonnen werden, drei weitere haben ihre Einlagen noch einmal erhöht. Die so zur Verfügung stehenden 366.000 Euro werden genutzt, um das vorfinanzierte Projekt in Delbrück von bestehenden Bankverbindlichkeiten zu befreien. GrünEnergie-Vorstand Axel Kirschberger (Volksbank Bielefeld-Gütersloh) konnte in diesem Zuge auch noch einmal die ungebrochen hohe Nachfrage nach Beteiligungen an der GrünEnergie eG bestätigen.
Mit einem Bilanzgewinn von rund 15.000 Euro kann an die 181 Mitglieder in 2017 eine Dividende in Höhe von 2 Prozent für das abgelaufene Geschäftsjahr ausgeschüttet werden.
Eine Veränderung hat sich im Aufsichtsrat durch das Ausscheiden von Christoph Nath (Stadtwerke Gütersloh) ergeben, dem für seinen großen Einsatz gedankt wurde. Für ihn wurde Thomas Primon, ebenfalls bei den Stadtwerken Gütersloh tätig, einstimmig in das Gremium berufen. Stadtwerke-Geschäftsführer Ralf Libuda wurde als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender für weitere drei Jahre im Amt bestätigt. Der Aufsichtsratsvorsitz liegt weiterhin bei Thomas Sterthoff (Vorstandsvorsitzender Volksbank Bielefeld-Gütersloh), unterstützt von Dr. Christine Disselkamp und Werner Schönfeld (Volksbank Bielefeld-Gütersloh).
Nicht fehlen durfte am Ende des Abends natürlich der Blick nach vorne: Hier bekamen die Anwesenden erste Einsicht in die Ertragsleistungen der Windenergie- und Solaranlagen in den ersten fünf Monaten des Jahres – und die fallen, natürlich wetterbedingt, sehr positiv aus. Alle Anlagen konnten die Prognosen übertreffen, insbesondere begünstigt durch die windigen Monate Januar und März sowie den sehr sonnigen Mai.


Bild: Gaben Einblicke in das abgelaufene Geschäftsjahr der GrünEnergie eG: (v.l.) Werner Schönfeld, die Vorstände Uwe Pöppelmann und Axel Kirschberger, Dr. Christine Disselkamp, Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Sterthoff, Thomas Primon und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Ralf Libuda. (Foto: Stadtwerke Gütersloh)