Bielefelder Verein gewinnt kleinen Stern des Sports in Silber

Bielefeld United auch in Düsseldorf erfolgreich

Düsseldorf/Bielefeld. Projekte mit Vorbildcharakter. Alljährlich würdigen die Volksbanken Raiffeisenbanken in Nordrhein-Westfalen mit der Auszeichnung „Sterne des Sports“ Angebote, die engagierte heimische Sportvereine für ihre Mitglieder und breite Bevölkerungskreise machen. Unter den diesjährigen sechs Sportvereinen, die es bis zur Endrunde auf Landesebene geschafft haben, ist auch Bielefeld United. Der Sportverein, der seine Bewerbung bei der Volksbank Bielefeld-Gütersloh eingereicht hatte, wurde für sein Projekt „Spielmacher – Gemeinsam (etwas) bewegen“ mit dem 3. Platz ausgezeichnet.

Große Freude daher beim Geschäftsführer Carlo Kosok, der gemeinsam mit Karsten Bremke, Robin Roths und Tobias Mittag den mit 1.000 Euro dotierten „Kleinen Stern in Silber“ am Dienstag dieser Woche in festlichem Rahmen in Düsseldorf entgegennahm. Sie alle waren begeistert von der großen Wertschätzung, die ihr Projekt erneut erfahren hat.

Die Ehrung wurde vorgenommen durch Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Ralf W. Barkey, Vorstandsvorsitzender vom Genossenschaftsverband – Verband der Regionen, als Vertreter der genossenschaftlichen Bankengruppe in NRW, und Walter Schneeloch, Präsident vom Landessportbund NRW. Durch den Abend führte ARD-Moderator Peter Großmann.

Zu den ersten Gratulanten gehörten auch Manuela Llewelyn und Dennis Will von Volksbank Bielefeld-Gütersloh: „Als regional verankerte Volksbank unterstützen wir gerne unsere Sportvereine vor Ort. Bielefeld zeichnet sich hier besonders als Ideenschmiede aus. Sportvereine wie Bielefeld United leisten durch ihre innovative und zukunftsweisende Arbeit einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt.“

„Sportvereine sind ein unverzichtbarer gesellschaftlicher Faktor. Das zeigt sich aktuell insbesondere bei der Integration Geflüchteter in Deutschland und der Inklusion von Menschen mit besonderem Förderbedarf“, erklärte Ralf W. Barkey. Und weiter: „Angesichts der tiefgreifenden Umwälzungen in Politik und Gesellschaft, die sich auch in einer Verrohung des Denkens und der Ausgrenzung von Minderheiten ausdrückt, wollen wir als Volksbanken und Raiffeisenbanken mit den `Sternen des Sports` die Sportvereine in ihrer menschen-verbindenden Kraft stärken und unterstützen.“

Die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Andrea Milz, betonte das vielfältige Engagement der Sportvereine in Nordrhein-Westfalen: „Sportvereine sorgen für mehr Lebensqualität vor Ort, reagieren auf soziale Herausforderungen und werden dort aktiv, wo Hilfe nötig ist. Die Bewerbungen für die Sterne des Sports haben dies wieder eindrucksvoll gezeigt.“

„Dieser Wettbewerb ist und bleibt die wichtigste Aufforderung an unsere Sportvereine, durch ihre Teilnahme einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Breitensports zu leisten“, erklärte Walter Schneeloch, Präsident des Landessportbundes NRW.

Der 1. Platz und damit der Große Stern des Sports in Silber ging an den WSC Lippstadt für sein langjähriges Kanu-Projekt mit dem hiesigen Gymnasium. Zweiter wurde der Sport-Ring Solingen 1880/95, der ein Inklusionsprojekt einreichte.    

Kurzportrait des Projekts „Spielmacher“ von Bielefeld United e.V.
Jungen Erwachsenen über den Sport den Einstieg ins Berufsleben erleichtern – das steckt hinter dem Konzept „Spielmacher – gemeinsam (etwas) bewegen" von Bielefeld United. 20 Teilnehmer zwischen 17 und 25 Jahren haben ein Jahr lang Zeit, ihre sozialen, fachlichen und sprachlichen Fähigkeiten zu entwickeln. Dabei werden sie eng von 15 ehrenamtlichen Helfern betreut, die als Coach, Lehrer oder einfach als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Das Angebot richtet sich an alle, die besondere Schwierigkeiten beim Übergang von der Schule in den Beruf haben, darunter auch junge Geflüchtete. Jede Woche gibt es zwei feste Termine im Team – der eine legt den Schwerpunkt auf Fußball und Team-Building, der andere auf Bildung und berufsvorbereitende Programme. Regelmäßig gibt es auch Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern. Das Programm wird von der Universität Bielefeld wissenschaftlich begleitet.

Bild: (v.l.): Ralf W. Barkey, Walter Schneeloch, Tobias Mittag, Robin Roths, Carlo Kosok, Dennis Will, Manuela Llewelyn, Andrea Milz und Jurorin Steffi Nerius präsentieren die NRW-Auszeichnung.