Integratives Projekt „Golf verbindet“ erhält den großen Stern in Bronze

Sieger beim Wettbewerb "Sterne des Sports"

Bild: Volksbank-Vorstand Reinhold Frieling (2.v.l.) übergibt den Scheck an Hans-Rudolf Holtkamp vom Bielefelder Golfclub. Klaus-Herrmann Bunte (l.) und Bradley Kerr freuen sich mit Organisatorin Manuela Llewelyn über den Großen Stern des Sports in Bronze.

Bielefeld. Der Sieger steht fest: Der Bielefelder Golfclub hat den „Großen Stern des Sports“ in Bronze gewonnen. Gewürdigt wurde damit das Projekt „Golf verbindet“. Seit fast 20 Jahren kooperiert der Verein mit der Mamre-Patmos-Schule in Bethel, die seitdem auch eine eigene Golfmannschaft hat. Seit 2014 findet jährlich ein integratives Golfturnier statt.  

Von April bis Ende Juni hatte die Volksbank Bielefeld-Gütersloh in Kooperation mit dem Stadtsportbund bereits zum 8. Mal die Sportvereine in Bielefeld aufgefordert, sich für die „Sterne des Sports“ zu bewerben und ihre innovativen Ideen und die ihrer ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in den Mittelpunkt zu stellen. Dabei geht es nicht um „höher, schneller, weiter“, sondern um Werte wie Fairness, Toleranz und Verantwortung.

18 Bewerbungen waren daraufhin von Bielefelder Sportvereinen eingereicht worden – ein neuer Rekord in der Geschichte des Wettbewerbs. Viel Arbeit also für die Jury, die sich aus Vertretern der Lokalsportredaktionen, des Sportamtes, des Stadtreiterverbandes und des Stadtsportbundes zusammensetzt.

Jetzt fand im feierlichen Rahmen in der Volksbank-Zentrale die Siegerehrung statt. Reinhold Frieling, Vorstandsmitglied der Volksbank Bielefeld-Gütersloh, war beeindruckt vom Engagement und dem Ideenreichtum der Vereine: „Die Sportvereine sind eine unverzichtbare Stütze der Gesellschaft, die neben dem Sport einen Ort des Miteinanders bieten. Hier werden Werte wie gegenseitige Unterstützung, Respekt und Fairness gelernt und gelebt werden, die Grundlage für das gesellschaftliche Zusammenleben.“

Der 3. Platz der diesjährigen „Sterne des Sports“, der gleichzeitig mit einer Geldzuwendung von 500 Euro verbunden ist, geht an den VfB Fichte Bielefeld, der es gegen viele Widerstände geschafft hat, ein Tischtennisangebot für Menschen mit geistigen oder körperlichen Beeinträchtigen zu entwickeln. Das Training einmal pro Woche wird von zwei Rehabilitationsübungsleitern durchgeführt. Dieses Angebot ist in Bielefeld einmalig.

Der 2. Platz, der mit 1.000 Euro dotiert ist, wird an den TuS Jöllenbeck verliehen. Der Verein hat das Projekt „Handballzwerge“ ins Leben gerufen, das sich an Kinder ab drei Jahren richtet. Mittlerweile bewegt der Verein 12 unterschiedliche Gruppen mit 270 Kindern. Die Handballabteilung hat jetzt mehr Mitglieder als die Fußballabteilung.

Sieger des „Großen Stern des Sports“ in Bronze ist der Bielefelder Golfclub, der seit vielen Jahren überaus erfolgreich mit der der Mamre-Patmos-Schule, einer Förderschule für geistig behinderte Menschen in Bethel, kooperiert. Seitdem hat die Schule auch eine eigene Golfmannschaft. Die Initiative ist mittlerweile fester Bestandteil des Clublebens. Seit 2014 findet jedes Jahr ein großes integratives Golfturnier statt.
Vorstandsmitglied Hans-Rudolf Holtkamp, Klaus-Herrmann Bunte, Konrektor der Mamre-Patmos-Schule, und Golfprofessional Bradley Kerr konnten jetzt den Pokal sowie einen Scheck über 1.500 Euro entgegennehmen. Klaus-Herrmann Bunte erläuterte den Anwesenden dann eindrücklich, warum gerade Golf als Einzelsport so förderlich für seine Schülerinnen und Schüler sei. Bradley Kerr lud anschließend alle Vertreter der Sportvereine zu einem „Sterne des Sports“-Golfturnier im nächsten Jahr ein.

„Mit der Wahl vom Bielefelder Golfclub wurde ein nachahmenswertes Projekt zum diesjährigen Sieger erkoren. Der Verein schafft es auf sportliche, unkomplizierte Weise, Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen zu integrieren. Gleichzeitig werden Vorurteile und Berührungsängste abgebaut. Die breite Akzeptanz hat zur Gründung des Golfstützpunktes im BGC geführt. Wir schließen uns gerne der hohen Anerkennung an, die das Projekt erfährt, und gratulieren sehr herzlich“, so Frieling in seiner Laudatio.

Alle übrigen beteiligten Vereine erhielten als Dankeschön für ihre Initiative einen Zuschuss von 250 Euro für die Vereinskasse.

Die „Sterne des Sports“ haben sich seit ihrer Premiere im Jahr 2004 zu Deutschlands wichtigstem Breitensportwettbewerb entwickelt. Die Volksbanken Raiffeisenbanken und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) zeichnen dabei gemeinsam Sportvereine für ihr soziales Engagement aus. Rund 5,5 Millionen Euro Preisgelder sind über die „Sterne des Sports“ in den vergangenen Jahren in den Breitensport geflossen.

Den 2. Platz belegt der TuS Jöllenbeck für eine tolle Handballoffensive: (v.l.) Reinhold Frieling, Dirk Rabeneick, Marie Foede, Mirko Lenz und Manuela Llewelyn.
Haben viel für den integrativen Tischtennissport getan: der VFB Fichte Bielefeld mit Achim Meise, Mike Arendt und Peter Kintscher.